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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 4 H. (10.1806) · p. Seite 325

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 4 H. (10.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 325 (sequence 7)
Language
German
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—§25 Beschäftigt, einen Aufsatz für dieses Heft anszuarbeitrn, dessen Inhalt sich für die Sallcrie schädlicher Mißbrauche ganz eignet, wurde ich plötzlich dergestalt darin unterbrochen, daß ich denselben für jetzt bei Seite legte. Und wahrlich aus keiner andern Ursache, als daß meine Phantasie mir mit einem Male das verschiedenartige Lcftpublikum Sulaniiths sehr deutlich und lebhaft vor Augen stellte. Welche Gruppe! Kaum wußte ich, wohin ich mich zuerst wenden sollte. Uebcrall gewahrte ich nur solche Menschen, die sich als Gegenfüßler meiner Ideen ans dem Grunde erklärten, wrilDcnken und Aeußern eine den Juden unerlaubte Sache fty. Welcher schädliche Mißbrauch wird doch von der heiligen Religion gemacht, dachte ich. Wie? das Denken, dieses unveräußerliche Erbgut des Menschen, sey eine Sünde? welche Absurdität! Wohlan, beschloß ich, wir wollen lieber, statt jenes Aufsatzes, ein paar Worte über Denk-uud Preßfreiheit in unserer Zeitschrift sagen, und selbige, da es sogar viele Juden gibt, welche selbst das Denken: ob Denken in religiösen Sachen nicht unerlaubt fty, als ketzerisch betrachten, in die Gallerie schädlicher Mißbräuche rinrüücn, damit das Volk den Mißbrauch, welchen man in Rücksicht des Denkens von der Religion macht, gehörig zu würdigen im Stande fty» möge. Meine geehrten Leser werden ans demjenigen, tvas ich über diese wichtige Sache bereits am Eingänge dieses Aufsatzes in Kurzem sagte, ersehen haben: daß nach den jüdischen Rcligi onsbegrissen die Denk« und Preßfreiheit jedem religiösen. Juden heilig seyn müsse. Was ich hier noch hinzufügen - - ' kvnn»'

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