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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 4 H. (10.1806) · p. Seite 317

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 4 H. (10.1806)
Article
Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
Date
1806-01-01
Page
Seite 317 (sequence 4)
Language
German
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, —s I? Autorität druckte ihrenReden den Stempel der Wahrheit auf,, und verlieh ihren Thaten ein sittliches Gepräge. Das S i ch U ' bare machte den Unsichtbare n kund. Furchtbare und erhabene Naturscencn waren die Herolde der Gottheit, die ihre Allmacht und Allgegcnwart zeigten. — Hciligd Verordnungen und Gesetze erinnerten die Menschen an ihre Pflichten gegen ihren Schöpfer, und ketteten das Band der Gesellschaft inniger und fester. — Nicht durch mühsame Grübeleien gelangte der Sohn des Glaubens zur Erkenntniß der Wahrheit und Sittlichkeit, ihr allein wart es, ' Moral und Religion, die ihn für Gott und Tugend stimmten. Vor eurer Götterstimme, die sich laut in seinem Busen erhebt, mußte die Ueberzcugung des Verstandes .schweigen, und die Forderung Der Sinnlichkeit verstummen. Fürchte Gott und beobachte seine Gr! bote; dieses ist für alle Menschen! Abet noch lauter und reiner klingen eure Machtsprüche drnt Weisen, der eure Vorschriften mit den Gesetzen der Dernunft zu vereinigen sucht, in dessen Augen eure Lehren mit denen der erleuchteten Vernunft völlig übereinstimmen, völlig gleichlautend sind; der frey vom Dorurtheil, alles Sinn« liche, alles Unwesentliche, das,in der Hülle der Offenbai , rung erscheint, zu einem höher», der göttlichm Würde und Erhabenheit angemessenrrn Sinne, zu veredlen sucht. Ihm leuchtet die reine Wahrheit, ohne Zusatz , ohne Misch,mg des Untauglichen und Unedlen , ganz in ihrer Erhabenheit, Schönheit und Wirksamkeit. Ihm sind daher die Fordrrnisse der Religion und die der Vernunft gleich heilig, gleich göttlich; die Pflichten, die die Morat , gebietet, und die, welche die Menschheit heiligt, entsprin- -

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