Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 5)
- Language
- German
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3iS tzcn ihm aus einerund derselben Quelle; indem seine Seele jriit Wissenschaft und Kenntlich reichlich versehen, sein Verstand erleuchtet ist und seine religiösen Begriffe nicht durch Schimären und Aberglauben verdunkelt, sind. Welche schone, heilbringende Früchte sammelt er für sich und für seine Mitmenschen! wie angenehm und nützlich verfließen ihm die Tage seines Lebens! wie ruhmvoll und musterhaft ist scinDascyn, wie beruhigend sein zeitliches Ende! — Tugend und Weisheit begleiten ihn auf allen seinen Wegen, und bahnen ihm den Pfad zur höchsten Seligkeit; Tugend und Weisheit, für die er in der Reinheit seines Herzens, in der Aechtheit seines Glaubens, in seiner wahren Liebe zu allem Guten und Edlen, seine Seele immer mehr empfang-!ich wacht; Tugend und Weisheit, die er. allem Vergänglichen vorzicht, in die er einzig und allein sein zeitliches und ewiges Interesse setzt, die er allein als die bcwahrtcsien Mittel zur Erreichung des hohen Zwecks seiner Menschlichkeit anerkennt! Wie fest begründet sich nun in ihm das schöne heilbcfördcrnde Resultat eines gütigen, huldreichen Schöpfers, den er als Vater und Erhalter aller Wesen erkennt, von dessen Vollkommenheiten er sich immer mehr und mehr überzeugt, und immer deutlicher rmsichet, daß er stets Leben und Seligkeit um sich her verbreitet. Diesen Gott der Liebe findet er überall, in sich und außer sich, und wo er nur seinen Hellen Blick hinwendet; in der wunderbaren Einrichtung seiner Intelligenz und feiner moralischen Natur sowohl, als in dem künstkichen Mechanismus seines Körpers; in dem menschlichen Körper sowohl als in dem organischen Bau der Thier?