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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 4 H. (10.1806) · p. Seite 275

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 4 H. (10.1806)
Article
Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
Date
1806-01-01
Page
Seite 275 (sequence 13)
Language
German
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«75 hatten, fion Seiten geplagt wurden, so glaubte der assyrische König, nach den Begriffen der damaligen Zeit, baß es zur Strafe geschähe, weil sie den Gott des Landes nicht, verehrten. Es wurde ihnen daher ein israelitischer Priester zugeschickt, der sie in dem Gottesdimst des Landes unser« wies; dadurch bildete sich bei diesen Kolonisten eine Religion, die aus dem Glauben eines wahren Gottes, aus dem einstigen berüchtigten Kalberdienste der Israeliten, und aus dem aus ihrem Mutterlande mitgebrachten Götzendienste zusammengesetzt war. Als unter der Regierung des Cyrns, ein Theil der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft nach Palästina zurückkam und den zerstörten Tempel zu Jerusalem herzusiellen anfieng, glaubten diese Samariten oder Kuthäer ebenfalls ein Recht an diesem Tempel zu haben, uttd wollten daher an dem Bau desselben mit Theil nehmen. Die Juden aber, die in ihrem Exil erst von der Abgötterei sich losgemacht hatten, besorgten von diesen Samariten, die noch immer auf eine gewisse Art am Götzendienst hingen» zum Rückfall verleitet zu werden, und schlugen daher die Theilnahme derselbe» an dem Tempel ab. Hierüber aufgebracht suchten nun die Samariten dem Bau auf alle Art Hindemiffe in den Weg zu legen. Sie erreichten zwar ihren Zweck nicht ganz, verzögerten aber dennoch einige Jahre den Bau, theil's durch Verlaumdungm bei dm persischen Königen, und theils durch List. Durch dieft Neckt» rcyen entstand zwischen dm Juden und den Samariten eine Antipathie, welche in der Folge durch neue wechselseitige Beleidigungen immer zunahm, bis mdlich alle Gemeinschaft zwischen denselben aufhäete. T 2' Als

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