Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 12)
- Language
- German
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-74 Der größte Thcil dieser Nation hielt zivar eine lange Zeit fest an der Urrcligion; viele einzelne Familien hingegen konnten sich von der Gewohnheit der Diclgöttcrc: nicht losrcißcn, und befriedigten ihren unwiderstehlichen . Hang zum Götzendienste heimlich, öfters aber auch, wenn Gelegenheit sich dazu dardvl, öffentlich. Bei ihrer Ankunft in Palästina kernten sie neue Arten des Götzendienstes von den nicht üdenvundcncn Kananitcn als auch von andern sie umgebenden Nationen kennen, und hicngm denselben zu allen Zeiten mehr oder weniger . an, bis endlich nahe an dem Untergänge ihres Reichs, der Götzendienst fast allgemein bei ihnen ward, welches auch die Zerstörung ihres Reichs und Tempels, so wir ihre Gefangenschaft in Babylonien zur Folge hatte. : ~ Samariten. Nachdem Salmanassar den letzten König der Israeliten Hosea überwunden hatte, führte er die Vornehmsten der Israeliten und de» größten Thcil des Volks nach Chalach und Chabar an der Ostseite des Tigerstroms; in dem Lande der Israclircn hingegen ließ er Kolonisten ans Babylonien, Kntha, Ava u. s. w. sich anfiedeln. Diese Fremdlinge vermischten sich mit dm zurückgrblicbenm Israeliten, und wurden'hernach von Samaria, der vormals geweftnm Hauptstadt der Israeliten» Samariten, oder, weil etwa der größte Thril aus Kucha abstammte, K utharr genannt. Eie waren bei ihrer Ansiedlung Götzendiener. Weil sie aber in den entvölkerten Gcgmdcn der Israeliten, woselbst, die wilden Thiere überhand gmvmmm . .i — hat-