Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 10)
- Language
- German
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S/2 - positive Religion bekannt gemocht, die ihm zur Befolgung seines Willens, Pflichten darnach zu handeln, und Verbote derjenigen Dinge, die er za unterlassen habe, anferlegtt. ' Diese von Gott geoffcnbarte Lehre pflanzte sich von Adam bis auf Noa durch zehn Eeschlcchtsfolgcn ununterbrochen fort, ob schon einzelne Menschen hier und da davon wichen. , In den Zeiten Noas fing das Menschengeschlecht an» im Allgemeinen auszuarten, sie vergaßen ihres Schöpfers und Wohlthakers, befolgten seine Gebote der Menschenliebe nicht, und übten das Faustrecht aus. Gott ließ sic zur Straft in einer Wasscrfluth umkommen, und rettete nur den Noa und seine Familie, als die beste» Menschen damaliger Zeit. Als das menschliche Geschlecht abermals zunahm, und seiner Menge wegen sich weiter ausbreiten sollte, wurde die allgemeine Ueberlicferung der Arrcligion, die nach der Eündflnth Noa auf seine Kinder, und diese wieder weiter vererbten, allmählig mit Fabeln und Erdichtungen getrübt, so daß die ursprünglich reine Religion in Götzendienst ausartete. - Nur bei einer einzigen Familie der Nachkömmlinge Sems, nämlich die des Abraham, erhielt sich die Religion in ihrer lautern Urquelle, und dieser übergab sie rein und unvermischt seinem Sohne Isaak, und dieser weiter seinem Sohne Jakob, welcher sie eben so seinen zwölf Söhnen übergab. Diese Urreligion blieb bei dieser Famisie in Reinheit, bis die Jude» in Aegypten sich vermehrten und vieles von der Religion der Aegyprer, ihrer Untcrdrü- Äer, annahmen. Doch erhielt sie. sich in ihrer Reinheit Lei dem Stamme Levy, und pflanzte sich bei demselben ‘ ' , durch