Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 243 (sequence 22)
- Language
- German
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ja dann nicht mehr, und die reine Religio», von keinen Nebendingen verunstalte^ kann dem Menschen nichts anders als gerechte Ehrfurcht abgewinncn. Begeistert von der göttlichen Kraft ihres ewigen Seyns, erkennt fern Her; ihre heilige Wahrheiten, ״Er sucht den Ewigen und findet ihn, wie Jesaias sagt, er ruft ihn an und er ist ihm nah." Denn in jedem Sonnenstaubchen vermag er nun Gottes Majestät zu erkennen, die ihn die Religion deutlich lehrt, und nun erst erfüllt er mit Frohsinn deren heilige Gesetze. — Theure Gclaubensgcuosscn! Es würbe mich in einem hohen Grade freuen, wenn auch nur etwas von dem, was ich hier thcils rügte, theils wohlmeinend euch vorstellte, von euch, meine Lieben! beherzigt würde; denn wahrlich! so manche innere Verbesserung, ihr gesteht es gewiß selbst ein, wäre für uns höchst heilsam und gut. Lasset uns also gemeinschaftlich zur Beförderung des Guten und zur Dekcbung des bei vielen deutschen Juden gesunkenen religiösen Gefühls, Hand an das wichtige Werk legen. Lasset uns gemcinschaftlich das loftgcwordcne Band der Einigkeit durch gute ׳Mittel fester knüpft» und überhaupt das Gute aus allen Kräften bewirken! — Ich zweifle nicht, daß besonders die lieben Brautpaare meinen Meimmgcn gerne beipstichtm; da sie besonders, bei einer verbesserten Einrichtung des jäbischen Hochzeitswcscns viel gewinnen würden; indem sie ohne Kostenaufwand der lästigen Convenicnz überhvbrn, ihre Hochzeit ruhig feiern könnten. Wenn also in dunk-!er Ahndung des Süßen versunken, sie sich das oft macht!- ge, den Busen beengende Gefühl einige Augmblicke nicht zu erklären vermöchten, so würden sie sich bald bei der sie