Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 20)
- Language
- German
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*41 M nicht angenommen. Zu wünschen ist es, daß diese Art> wenn auch nicht in Rücksicht des Kostspieligen, doch in Rücksicht der Ordnung allgemein unter den Juden ringeführt-würde. So unbedeutend vielleicht manchem Leser der von mir gerügte Gegenstand auch immerhin scheinen mag, so sehr verdient er gewiß die innigste Beherzigung meiner Glanbcnsgcnosscn. Heilige Handlungen, die entstellt und herabgcwürdigt werden, wodurch ein nachchciliger Schatten auf die Religion selbst fallt, verdienen, daß man sie taut rüge und öffentlich darstclle: denn ״B e ssc r offerrherziger Tadel als allzuschonende Liebe." sagt König Salomo *). Ich fürchte ihn daher nicht, dm etwanigen Bannfluch irgend eines übelberichteten, sogenanntm Heiligen, der größtenthcils in seiner Zelle verschlossen, das Sonnenlicht des Tages nicht sehend und den Derunglinixfungen einfältiger Menschen vertrauend, mit großem Grschrei gegen Andersdenkende zu Felde zieht. Wer dir Wahrheit nicht Hören mag, der — kann kein Schiedesrichter seyn, dessen Derdammungsurtheil ist lächerlich. Ruhig und unbckümmert werde ich unparthciisch immer fort Dinge rüge», welche der jüdischen Religion nachthcilig sind, da sie dieselbe in ein falsches Licht setzen. Wer das Unanständige, das die ehrwürdige Religion herabsetzct, empfindet, der muß, wenn er irgend einen gerechten Bcruf dazu fühlt, der Wahr» heit getreu es laut rügen, er muß jede Furcht besiegen und die Wahrheit freimüthig verkündigen; sonst gleicht ־ -'-׳•״ er V Sprüche SalomoniS Cap. »7. V. 5.׳