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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 239

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 239 (sequence 18)
Language
German
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-ZS und das rösichte Band der säßcn Einigkeit aufs Liebevollste zwischen ihnen anknüpstc. Was im Taumel der Freude wie hier bei einer Hochzcitsfticr, eine solche lebhafte Erinnerung auf den Menschen wirken kann, wird wohl jeder Fühlende sich leicht denken, und daher das Liebkosen der Ehepaare an solchen solennen Tagen, ohne Anstrengung des Geistes selbst erklären können. — ' In einigen Städten, (in Polen aber überall, wo man überhaupt die sonderbare Grille hat, lauter jüdische Theologen zu bilden) ist es Sitte, daß der Bräutigam sein bischen Wissenschaft in eincr Predigt am Hochzcitsabende auskramm muß. Viele Geschenke, oft von großem Wcrthe, werdendem jungen Ehepaare zu Theil. In klcinen Städten, und beson« dcrs auf dem Lande, ist es gebräuchlich, daß dieHochzeits- . gescheute und die Namen derjenigen, welche sie crtheilea, durch Jemand laut verkündigt werden , welches abscheu-!ich;lingt. Nach Tische wahrt es nicht lange, und das junge Pärchen — wird in größter Still« insDrautgemach geführt.— Ich bcdaüere, daß ich von dem neuen Paare weitcr nichts Bestimmtes angcbcn kann. Dermuthlich erwägt es, dw Gegenwart und Zukunft auf die Wazschale des Schicksals legend, so manches Wichtige in traulichen Gesprächen; wir wollen daher dasselbe ja nicht stören, und vielmehr lieber anständig den Vorhang fallen lassen. ' In den Städten, wo für junge Herren und Dame» Hochzeitsballe Statt finden; geht es nach Abgänge des neuen Pärchens noch recht fröhlich, ordentlich und lustig zu. Ist kein Ball, nun so begeben sich die Hochzcitsgäste auch bald hinweg.—Am andern Tage wird das junge Ehepaak,früh •. v on '

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