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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 234

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 234 (sequence 13)
Language
German
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4ä* "יי Aber wohin führt mann ihn denn? etwa in die Synagoge? O bewahre der Himmel! entweder in den Dorhof derselben, oder in einen andern Privakhof. Wie höchst unanständig und die heilige Cercmonie herabwürdigcnd, ist cs, in einem Hose, wo es gewöhnlich nicht am reinlich, ficn ausstcht, eine solche Handlung vor sich gehn zu lassen! Aus welcher Ursache muß denn dicß überhaupt unter hem freien Himmel geschehen? Etwa darum, daß sich die Kinder des einstigen Ehepaars wie die Sterne am Himmel vermehren möchten? Welch ein seichter Grund wäre dieser, wegen einer solchen Allegorie, eine Handlung, die ihrer Natur nach an und für sich feierlich sein muß, sein kann und soll, dergestalt hcrabzuwürdigen, daß sie den Spott des Denkendcn mit Recht verdient. Warum verrichtet man diese Cercmonie nicht lieber in der Synagoge selbst, oder w» nicht hier, in einem Zimmer? Fürchtet man denn, daß dir Handlung alödann nicht öffentlich genug geschehe? Es müs. sen ja immer ro Personen, den Gesetzen gemäß, zugegen scyn, also geschieht die Handlung doch wohl gewiß öffentlich genug. In einigen Städten, als z. D. in Leipzig u. f. w. ist in der Thar schon die bessere Einrichtung getroffen, daß die Irauhandlungnicht meinem Hofe, sondem in dem ersten besten Zimmer Statt findet, warum ahmt man dieses nicht allgemein nach? Muß denn durchaus das Brautpaar in schmutzigen Höfen zur Schau gestellt werden, und, hat eS Gefühl fürs Bessere, wegen des dabei herrschenden unschicklichrn Wesens, vor Cchaam beinahe bewegungslos dasie» hen? Muß denn durchaus die jüdische Religion von Afteraufgeklärten unter den Juden gelästert, «ud von Nichtjuden als Narrcuspirl betrachtet werden? Wie ist denn .Ließ ־־■; ■ ■ «her

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