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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 233

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
Date
1806-01-01
Page
Seite 233 (sequence 12)
Language
German
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355 der Mensch allein ist," so sehr wird vor der Trauung darauf gesehen» daß der Bräutigam und die Braut voneinander getrennt sein müssen» indem der Bräutigam in einem besonder» Zimmer seine Gaste unterhalt» während sich die Braut in einem andern Zimmer» welches mit vielen brennenden Lichkern versehen ist» sich in Gesellschaft ihrer Verwandten befindct. Gegen 10 Uhr des Morgens versammeln sich hier mehrere Weiber, um der Ceremonie dcrVerschleie» rung mit bcizuwohnen. Diese geschieht wie folgt: Dir Braut sitzt auf einem Lehnstuhl, unbedcktcn HauptL(nur wenige Braute sind ftisirt und gepudert) und da eine frier» liche Stille in dem Zimmer zu herrschen beginnt, so weint sie gewöhnlich» von mehreren Weibern accompagnirt, recht herzlich und rührend. Mit einem male erscheint nun der Rabbincr, breitet eine große Deckt, denn Enden von den erwähl» ten Führern gehalten werden, über ihr entblößtes Haupt» legt seine Hände ans dasselbe und segnet sie mit dem bekannten: ״Der Herr segne dich, behüte dich" u. f. »; feierlichst ein, so daß Wdiberthränen wie Nilusströme fließen. Diese Ccreinoiite hat wirklich viel Feierliches, wenn sie von Nrbcndingcn nichtverunsialtet wird. Ist diese Ceremonie vorüber, so begicbt man sich in das Zimmer des Bräutigams und gra» tulirt ihm. Um halb 1 Uhr Nachmittags wird in dem mit vielen' brennenden Lichtem versehenen Zimmer desselben, in zahlreicher Gesellschaft das Vespergebet ת5לת משה verrichtet, nach dessen Beendigimg der Rabbiner dem Bräuskigam den Segen erthcilt, und worauf letzterer, welchm mml an diesem Tage, so wie die Braut, von einem Orte zu« andern gleichsam transportitt, von seinen dazu erwählten Führern zur Trauhandlnng geführet wird. , . t. Jahrg. 1. Band. . G ' Aber

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