Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 8)
- Language
- German
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229׳ - Wilsen; denn der ganze Kram besieht in, aus rabbinischey Brocken, und nur wenige Juden giebt cs, welche die rabbittische Sprache .verstehen. Ist in Der. That die Weise solcher Ceremonien absurd, so verdicitt besonders die Der? fahrnngsart, einen so wichtigen Kontrakt,^ der oft das Wohl und Wehe einer-Familie betrist, in einer jetzt vielen ganz unverständlichen Sprache abznfassen, den größten Ta» Hel und die bitterste.Rüge. Und solchcr Unstnu existirtnoch im Jahre iZoH l.— Schändliche und unverzeihliche Nach« täßigkeit von den reichern unter der jüdischen Nation, daß sie in ihren Wohnörlern es nicht dahin zu bringen suchen, die Ehepakten , überhaupt, in , der Landessprache abzufassen. Es giebt ja glaubwürdige Ueberfttzurigen derselben, als z. B. von dem bemhmten Hm. Adler und von Mendelssohn. Warum steuert man einem,Unwesen nicht, dem ohnedieß so leicht abgeholfcn werden könnte, da es nicht einmal als Eingriff in die jüdischen Gesetze zu betrach- Len wäre, indem , der . Anhalt doch immer derselbe bleiben wurde. Unsere Glaubensgenossen in den kaiserl. Oesterreichischen Staaten sind hierin , wenn ich nicht irre, durch die weise Verordnung des unsterblichen Joseph H. schon weiter, da sie ihre sä.mmtliche Ehepakten in deutscher Cprache abfassen, und sich recht wohl, dabei befinden; warum sucht man diese Wohlthat nicht allgemein anwendbai: zu machen? Von den. Aktenstücken, . die. bei der Verlobung angefertigt werden, hängt für das künftige Ehepaar fast alles ab. Ohne weiter .daran zu denken , verpflichtet es sich oft zu Dingen, die nachher manche Collisionea verurfachm können, und denen nicht abgeholfen werden kann, weil die Untttfchrist vor Zeugen Statt fand. In solchen Col- •y,; lisivnS-