Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 5)
- Language
- German
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scheu wird mm die Sache Gottes, und wehe dann dem Neuerer! Nein, kein Gesetz werde heradgcwürdigt und angcta, stet, das dem Volke Ruhe und Glückseligkeit gewahrt; aber Dorurthcile, Mißbrauche, die entweder schädlich oder dergestalt lächerlich sind, daß sie sogar die Religion selbst hcrabwürdigcn, diese müssen gerügt, und ohne Umwege geradezu angegriffen werden. Sind sie vielmehr von der Art, daß sic nicht allein überfiüßig: sondern auf AlfanzereicN gegründet sind, so ist gar kein Zweifel, daß ihre Armseligkeit der Welt in puris naturalibws dargcstclit werden müsse, damit die Wahrheit erkannt werde und siege, und damit das Unwürdige aus der Mitte Israels entfernt und zur Ehre der Religion und ihres erhabnen Stifters durch etwas Besseres ersetzt werde. — Von der letztem Art sind unstreitig die Mißbrauche bei den jüdischen Heurakhsstiftungen und Hochzeitsfesten. Ich hoffe, daß meine wrrthen Leser und Leserinnen mir die Art der Schilderung derselben nicht übel deuten werden, indem ich cs wahrlich mit allen Menschen, folglich auch mit meinen Glaubensgenossen herzlich gut meine, >rnd nnr das einzige Ziel jederzeit vor Augen habe , zur Beförderung der Kultur umcr der jüdischen Nation, so viel an mir ist, bcizutragen. Ich glaube um so weniger durch diese Art Schilderungen den Unwillen meiner Religionsverwandteu zu erregen, da nur von Gebräuchen die Rede ist, die fast in jedem Orte auf eine andere Art beobachtet werden, folglieh unmöglich irgend eine rechtmäßige Autorität für sich haben können. — So viel zu meiner Entschuldigung und nun zur Sache.