Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 3)
- Language
- German
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4כ2 diese Folge» zu verhindern wünscht» der muß sehr vvrsichtig zu Werke, gehe», und alles vermeiden» was zu einer solchen Dcurtheilung irgend Veranlassung geben könne. Wer überhaupt ächte Ehrfurcht vor dem ehrwürdigen und heiligen Wotte: Religion» im engem Sinne hat» der wird gewiß nur Dorurthcile rügen, keineswegs aber wesentliche Religionsmcinungen und Handlungen anrasitn; der wird gewiß in solchen Fällen auch alles vermeiden» was sciiren Mitbrüdern irgend Kränkung ecrurfadicn kann; er wird gewiß nie von solchen Dingen gleichgültig oder wohl gar verächtlich reden, welche» scheinen sic ihm wirklich absurd» oder wäre manche Abänderung in der That nicht unnütz, der Moralität dcrNebeiimenschen unbeschadet» von vielen als Quelle alles Heils» als Grundpfeiler des Glanbcns betrachtet werden, und zur Ruhe , Zufticdmheit sind zum Glücke so vieler Menschen beitragen. ״Zuweilen geheren die Meinungen meiner Ncbcnmenschen, sagt Moses -Mendelssohn, die ich nach meiner Ucberzeugung füp Irrlhümer halte, zu den hohem theoretischen Grundsätzen, die von dem Praktischen zu weit entfernt sind, um unmittrlbar schädlich -zu scyn; sie machen aber, cbm ihrer Allgemeinhcit wegen, die Grmrdlage aus» auf welchem das Volk» welches sie heget, das System' seiner Eittmlchre und Geselligkeit anfgcführt hat, und sind also zufälliger Weise diesem Theile des menschlichen Geschlechts von gro- Her Wichtigkeit geworden. Solche Lehrsätze öffentlich'destreiten, weil sie uns Dorurthcile dünken, heißt ohne das Gebäude za untersiützm » den Grund durchwühlm, um zu untersuchen, ob er fest und sicher ist. Wer mehr für das Wohl der Menschen, als fär seinen