Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 7)
- Language
- German
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*21ל ,mit Recht empfohlen werden kann. Weder Religion, poch Moral würde dagegen etwas einzuwendcn finden... Doch der geniale, geistvolle Mann , nach dem von mir aufgrstellten Ideale, wird sich gewiß sorgfältig hüten, sich über seinen Stand jh erheben, und ans seiner.Sphäre hervor» tretend, demjenigen nachzustrebcn, was nur in einer höhx-> ren Region geziemend ist. Ihm genüget jedesmal. Her. -e» schrankte Kreis seines Standes, worin ihn sein Talent und sein Derhaltni'ß gesetzt hat; hier findet er der Wege «nh Mittel genug, um seinem Genie Ausbreitung zu verschaffen, seine von der Natur erhaltenen Fähigkeiten zu entwi» ckeln, und in dem großen Triebrakr der.Wclrbegebenheilen kräftig mitzuwirken. Alles, was außer den Schranken /eines Wirkungskreises liegt, achtet er für überflüßig und entbehrlich für sich, überlaßt es gerne dem.höhern- und neidet ihn nicht um seine Hoheit. So nur eignen sich seine Begriffe vom Religiösen und Mora.iisch.en für das wahre Wohl der Menschheit, das bloß in der stufenmaßigm Dertheilung der Weltgüter bestehen kann. — Co weit leitet den achtreligiösen Mann seine erlangte Fertigkeit in Tugend und Pflicht. Aber noch endet sich nicht der Schwung seiner emporgehobenen Seekenkrast. Sein begeisterter Wille treibt ihn zu.Ideeu fort, die der Erhabenheit der menschlichen Natur entsprechen. Sein Wirken und Streben, sein Schaffen und Erfinden, sein gränzenlvses Denken und Handeln, alles dieses.läßt ihn oft Rückblicke auf sich selbst werfen. Was ist es, sö fragt er sich in Stunden der Weihe, das mich so allge» waltig treibt und drängt, anspornt und begeistert? — Und hier ist es, wo die eigentliche religiöse Crisis des