Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 5)
- Language
- German
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""*־*י׳י׳ Sfll bestimmt werden kann: daher wird er in seinem Wirkungskreist nie etwas beginnen, wodurch auch nur der entfern« teste Nachthcil entstehen könnte. — Selbstliebe ist ihm nur. in so fern ein heiliges Gesetz der Natur, als sie mit der Nächstenliebe in keine Collision gcräth; daher berechnet er sorgfältig den Gewinn der Gesellschaft, zu der er am nächsicn gehört, bei der jedesmaligen Untemchmung irgend einer ihm selbst vorthcilbringenden That. Das Interesse des Ganzen ist jedesmal das einzige Reizmittels das ihn zu Unternehmungen lockt; was diesem nicht völlig entsprechend ist, das hört auch auf, für ihn interessant zu seyn. In seinem religiösen Denken fixier sich alles auf dm Einen Punkt: Recht handeln; Md da er diesen Grund in jeder Religion zu finden glaubt, indem er die falschm Umgebungen von dem ächten Kern zu sondern n>eiß-r—js— wird nie Religionshaß in feinem Herzen einen festen Stand- Punkt finden. Er verachtet die Mißbräuche, die »nächten Geburten der Religion, ohne die Religion selbst zu hassen. Seine Religiosität gmndct sich auf das Prinzip der Menschheit, und dieses beruhet wieder auf der Idee der natärli« chen Nothwendigkeit; daher werdm von ihm alle Hindernisse und Mangel mit leichter Mühe beseitigt. Die Beobachtung der göttlichen Gebote, die Erfüllung der Glaubenspflichtcn, die Haltung und Würdigung der wahren ‘ Gottesverehrung, diese Destandtheile der Religion, dir sich ' in dem Herzen des Religiösen ans einem und demselben. Keime entwickeln, werdm von ihm immermehr in!ihre wahre Würde eingesetzt, je weiter und tiefer er in das innere Heiligthum der Gottseligkeit dringt; sein, moralisches Gefühl veredelt sich immer mehr, je stärker der Eindruck;׳ ■־ ij*f