Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 195

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
Date
1806-01-01
Page
Seite 195 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2304627-2304646-2304647-10856465-2314081--00253-2314405
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

—19s dann erst konnte mit Erfolg auch auf eine solche Ausbil« düng der geistigen Anlagen hingearbeitet werde«, wie sie des Menschen würdig ist. Die bisherigen Bemerkungen zeigen, glaube ich, die Nothwcndigkeit einer sorgfältigern, nicht oberflächliche» subjektiven Bildung zum Menschen vermittelst öffentlicher Anstalten. Don frühester Jugend an gewöhne man das Kind zum Cclbstdmkcn und zum richtigen und regelmäßi» gen Ausdrucke seiner Gedanken durch Worte. Unverkena» bare Vorzüge hat in dieser Rücksicht Sie orthocpographische Methode des Hrn. Prof. Olivier beim Unterricht int Lesen. Das Kind überkvmmt dadurch gleichsam spielend eine Ucbung im Combiniren, die für die Folge von des fruchtbarsten Wirkungen seyn muß. Auf einen solche« Grund gestützt, muß cs leicht seyn, das vollständige. Ge» baude der Ansbildung des Denkvermögens anfzuführen> und nicht nur die Sprache durch die Grammatik, sowohl vermittelst des theoretischen Unterrichts, als auch durch praktische Ucbungen in allcrley Aufsätzen ganz zu berichti» Zen und zu vervollkommnen, sondern auch die wichtigstes Regeln des Denkens aus der Logik hinzuzufügm. Eben so frühzeitig sänge man an, die EmpflndunI des Schönen bei dem Kinde zu entwickeln, und nach und nach immer mehr ausznbildcn, anfangs durch bloße Vor» zeigung schöner Gegenstände, so wie sie der Fassungskraft der Seele'angemessen sind , wozu ich vorzüglich reizende Natmparthicen', Produkte der Tonkunst, die durch eine rührende Einfachheit sich ausjeichmn Gesang» nach und nach auch Gemälde rechnen möchte. So wie allmählich die Kräfte des Geistes in ihrer Äusöildunz wachsen» füg« .'׳’•V■־■ ■' ■ mg»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.