Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche, unanständiger Convenienzen und absurder Ceremonien unter den Juden
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 16)
- Language
- German
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ISO nicht mehr ganz nüchterne Pole fröhlich aus, nahm Hru. JB auf die Seite, und schlug ihm den erwähnten jungen A zum Ehemann für feine schöne Tochter vor. Er schilderte hier zugleich die guten Eigenschaften des jungen Mannes mit den lebhaftesien Farben, rühmte den Reichchuw, den Handelsgrisi, das gute Herkommen, und das ordentliche Betragen desselben, und fügte hinzu, daß er eine sehr schöne Hand schreibe, angenehm singen könne, und Morgens und Abends die Synagoge besuche *). Dem gasifreundschaftlichen L mißfiel der Vorschlag nicht, da ihm das Handlungshaus A nicht unbekannt war; er rief also seine Tochter, um ihre vorläufige Meinung deshalb zu hören. Hyaeinthe kam, der Vater eröffnete ihr den Vorschlag des Fremden, und überließ demselben die weitere Erzählung. Man kann leicht dmken, daß dieser nichts unterließ, was zum Vortheile des jungen Mannes gereichen konnte (denn er berechnete schon die vielen Proccnte seines Verdienstes) und wie er über den liebenswürdigen Charakter des von ihm wev (Kleinod) genannten A. in die größten Exclamationeu auSbrach. Heurathen ist nun einmal die LeblingS» idee der meisten Mädchen, und die schöne Hyacinche war keine von denen, die hierin eine Ausnahme von der Rege! machen wollte. Sie willigte in den Vorschlag des Fremden, jedoch mit der Bedingung, daß sie den jungen Mann erst sehen und sprechen müsse , che sie feine Verlobte werden woll- *) Die letzteren Eigenschaften solle» ftcilich nicht ganz gegründet sryn. Doch wer verzeihet wohl nicht gerne dem Polen diese Nokhlüge, da er auf diese Gegenstände ein so großes-Gewicht legte, «ndi sie-daher als courante Artikel anprciftn zu müsse» glaubte. — >