Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 2 H. (8.1806)
- Article
- Über das Wesen, den Charakter und die Nothwendigkeit der Religion
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
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HA Halb dieß sich zu entziehen, bald jenes zu entbehren, und' oft seine geistigen und körperlichen Kräfte für das allgemeine Wohl zu gebrauchen. Bald siehet er es deutlich und unverkennbar ein, wie dieß Entbehren, dieß Entziehen, dieser Kraftverbrauch zum Wohl Anderer seinen eignem Vortheil bezweckt, seine eigene Glückseligkeit begründet,- indem er dadurch in Audern seilt eignes -Ich wieder-erblickt. So steigen in seiner Idee von Stufe zu Stufe die mannigfaltigen Verhältnisse zwischen ihm und der ihn umgebenden _ Menschheit; die kindliche Liebe, welche anfangs nur In« stinkt, zu scynstheinL, keit; diese moralische Verbindlichkeit vervielfältigt stch in der Liebe zu Geschwister, zu Verwandten , Freunden und ' Gespielen; ihr Gesichtskreis erweitert sich in der wohlthatigcn Empfindung für Familie, Nation, Vaterland, für das All der Menschheit, und concentrirt sich endlich in dem Schooße der Gottheit, die alles trägt, alles mit einer glei- - -chew-Liebe-umfaßt^—Sanfter-wird das Band, das die Menschen an einander kettete böber die Stufe, auf welche __ die Menschheit sich erhebt, weil dieses Sittengesey, mit der . menschlichen Natur übereinstimmend, - den Gefühlen des Herzens genügt und den Fordernissen der Vernunft so ganz / entspricht. näher alsö^ der Mensch diesem seiner '3taknr Ängepfial;zten Triebe gebracht wird^ge mehr er seinen persönlichen Werth durch die allgemeine Menschenwär« de zu veredeln sucht, desto größer fühlt er sich, nndMsto stärker und höher und lebhafter pocht sein Herz, voll dankbarer. Liebe für seinen göttlichen Urheber. -^- Wie l^chLopfert er nun Lieblingsneigungen auf, mit wie wetüger Ue- ' bemiiwM'Wtscht ch über die ümchtKe^EerWaWZ to#-