Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Aus Briefen an H. N.., ehmals Mitarbeiter am philantropischen Institut
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2304627-2304646-2304647-10856473-2314060--00090-2314280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
wohl lhut, weun's auch nicht immer wohl bekommt. Denn, das paffer ja wohl in den uns denkbaren Thcil einc6 vernünftigen WcltplanS, daß das wunderbare, jnweilen wmrdcrliche Geschöpf: Men sch genannt, klug werde durch Erfahrung» und weise durch Denken und Bedenken. Eben dergleichen nicht genug bedachte Einschränkungen deS Sprachgebrauchs helfen auch mit das große Ue» Lcl bewirken, daß der Schulwitz in nachthciligem Ruf: fleht bei der Vergleichung mit dein Mutterwitz, und daß Lücheruntcrricht, Bücherklugheit strandet im Wcltlauf. Meinem Erachten blieb cs schon seit geraumer beit ausgemacht: Etwas Gutes beabsichte» und vcrthcidigen, begehren und wollen die meiste» Menschen. Das Gute von höherem Rang, das Bessere — wollen schon viel Wenigere, sehr Wenige. Die Wenigsten noch wollen das Beste, Das was Recht, jedesmal einzig Reche ist. ־־■־ - Wie kann nun aber die Menschheit .. (Das, waS in uns Allen durch Uns selbst der nnwandelbaren Vernunft genau, strenge - genau angemessen scy« soll) .. zu dieser einzig rechten Beschaffenheit, zur Recht » Belassen heil erwache» und gelangen, wenn inan nicht . . (versieht sich, Vernunft mäßige) . Ideale aufsicllk» und die allmahlige Annäherung an dieselben bei jeder Gelegenheit zur Pflicht , macht. Die Zeit scheint freilich menschlichen Augen noch fern, wo eine reinliberale, durchalls vernünftige Erziehung die gemeinere sey« wird; aber sie kann nie herbei kommen, wenn wir nicht, ein Jeder nach seinem Vermögen, daran arbeiten» -. - ihr