Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 10)
- Language
- German
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4) durch Ecberdcn und Bewcgungm des Korper§ (mimische Künste), c);um sittlich denkenden, empfindenden und handelnden Wesen. Die Sittlichkeit besteht in der Unterwerfung al- Icr unserer Vorstellungen, Empfindungen und Handlungen unter den allerhöchsten Ausspruch eines inncrn Richters, des uns cingepflanzten moralischen Gefühls. Cie ist ttwas rein menschliches, nicht ein Produkt der Vereinigung zur bürgerlichen Gesellschaft. Mit dem ästhetischeu Gefühl steht sie in der genauesten Verbindüng. Wer von dem Aesthetischvollkommnen in der Natur und Kunst gerührt wird; wer Sinn hat für das wahre Schöne, Edle und Gute, der kann auch kein böse? Mensch seyn; denn nur das Gute ist schön, das Schlechte mir häßlich! Beide bilden sich wechstlscitig ans, unterstützen sich, und keines kann ohne das andere bestehen. Der Zweck der sittlichen Bildung ist, dem mora» lischen Gefühl denienigm Grad der Starke, Fern« heit und Lebendigkeit zu geben, daß es auch von - den feinsten Nuancen des Guten und Schlechten afficirt und angetrieben wird, sich das erstere zuzueignen, und das letztere mit Abscheu von sich zu stoßen. Diesen Zweck bemühet sich die Ethik oder Moral zu erreichen. Mit der sittlichen Bildung stehet Me rtlü giöfe im innigsten Zusammenhänge.^ Religion bestehi in dem Glaubm anum höchste Jntelli- Jahrg. 1. Band. D -enz,