Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 7)
- Language
- German
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taufen vermittelst gewisser Zeichen bleibend aufbewahrt, und auch dem Abwesenden mitgetheilt werden können, giebt die S ch r r i b e k u n st. L) zum ästhetisch empfindenden Wesen. Die ästhetische Empfindung besteht in einer lebhaften und innigen Rührung, welche durch die Wahrnehmung eines Gegenstandes der Natur oder Kunst, der eine solche Empfindung zu erregen geschickt ist, hervorgebracht wird. Cie ist dem Menschen allein eigen, und unterscheidet sich durch eine gewisse Geistigkeit von andern Empfindungeu, die bloß in dem Körper ihren Grund haben, und eben deswegen auch den Thieren gemein find. Nächst dem Denkvermögen ist sie es, die den Menschen als rin Wesen höherer Art ankündigt. Die Anlagen dazu finden sich gewiss bei allen Individuen unsers Geschlechts, obgleich unter sehr verschiedenen Modifikacionen; aber ohne eine besondere Kultur schlummert sie bei den meisten Wrenschen. Da, wo sie in einem höher» Grade vvrhandm ist, charakterisirt sie den guten und «deln Mm« schm, wo sie ganz fehlt, oder nur schwach ihre Wirksamkeit äußert-, dm schlechten und gemein e n. Der gute-Mensch hat Sinn für jede Schönheit in der Natur und Kunst. Eine reizende Landschaft setzt ihn in Entzücken» ein majestatisches Gebirge erweckt in ihm die Empfindüngen des Großen und Erhabenen, das nahendc Gewitter erfüll! ihn mit rinrm heilige» Schau«