Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Vorläufige Bemerkungen über die zweckmäßigsten Mittel zur Beförderung der Kultur und Humanität unter der jüdischen Nation
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 12)
- Language
- German
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dein Gott, der dich aus dem Lande Egypten, demSel»« vmhaust, führte l" — die schönen, heilbringenden Zehngeböte der Menschheit verkündigte, jene heilige erhabene Stimme war es, die sich dem unterdrückten Juden stets vergegenwärtigte, ihm, in Vertrauen auf eine bessere Zafünft, die Leiden erträglicher machte, und ihm das-Ditterr des Lebens versüßte. Wir verkennen keinrswrges das Gute dieses Vertrauens; denn die schone Ahndung einer bessern Zukunft ist nun größtcntheils erfüllt! — Die Nachkommen jener Unterdrückten genießen bas Gluck unter erleuchteten, edeldenkcndcn und menfchrn» freundlichen Regenten zu leben, unter Rcgmtrn, die es sich zur heiligsten Pflicht machen, die Beglückung ihr« Unterthanen aus allsr-Kkaftm zu bewirken» und auch den Juden sowohl ihre Existenz, gleich ander» Unterthanen des Staats, zu sichern und zu erhalten, als auch besoa» ders, ihnen die Wege und Mittel zu eröffnen, wodurch sie sich selbst und dem Staate weit nützlicher werden können. Diese preiswärdige Milde der Regenten der Erde hat schon jetzt die heilsamsten Wirkungen hervorgebrachk, und ist unstreitig die vorzügliche Grundlage zu künftigen guten wtd noch bessem Wirkungen. .. Immer versöhnter wird der Jude mit d« Menschheit, die er eine lange Zeit nur aus dm Erzählungen und Legend den seiner Vorfahren kannte, welche sie ihm in einem gehä» ßigen Lichte erscheinm ließen. Ein freieres Gemüth, ein klareres Selbstbewußtseyn ward ihm, zu Thcil, seitdem der Gedanke, daß er unter Verfolgern lebe, sich bei ihm verlieren mußte, seitdem sein inneres Eeftthl» durch die humane Behandlungsart vieler Christm gegm ihn rege gemacht, wehr