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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 1 H. (7.1806) · p. Seite 22

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 1 H. (7.1806)
Article
Vorläufige Bemerkungen über die zweckmäßigsten Mittel zur Beförderung der Kultur und Humanität unter der jüdischen Nation
Date
1806-01-01
Page
Seite 22 (sequence 11)
Language
German
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S» י— ist indesscn nicht unbedeutend; denn ich wollte zeigen/ wir unmöglich es den damaligen Juden seyn mußt«/ bei dem außerordentlichen Drucke/ unter welchem sie lebte«/ manche Grundsätze in gewisser Rücksicht zu verbessern, und sic der veränderten Lage der Dinge gehörig anzupasscn. Welche Achtung konnte ihnen eine Religion abgewinnrn/ deren Lehrer und Bekenner es sich als Verdienst anrechneten, intolerant gegen sie zu seyn, und ihnen den Eden des Lebens in eine fürchterliche Hölle umzuschaffen. Mußte hier nicht dem Juden sein eigenes Ich als Ideal der Vollkommenhrit erscheinen *)? Mußte er nicht vielmehr fest an den zwecklosesten Ceremonien der Religion halten, da doch nur diese allein es war, die ihn aufrecht erhielt/ dir ihm den Balsam des Trostes in sein verwundetes Her; lindernd und wohlthuend träufelte? — Wenn in der That die ehemalige ausdaurende Geduld der Juden die Bewunderung des Psychologen mit größtem Rechte verdient, so ist es überhaupt doch eine ausgemachte Cache, daß nur inniges Vertrauen auf Gott, und innige religiöse Ecfirhlc, diese Ausdauer m jeder Zeit der Noch bewirkten. Jene heilige Stimme, die vom Donner und Blitz begleitet auf Sinai zu den Jsraeln sprach, und mit den Worten: ״Ich bi» der Ewige, dein *) Dicß mag zugleich den Zeloten unter meinen Religionsverwandten, die vieles Unwesentliche. weil cS das Alter׳ thum antoristrt, und daher bei ihnen großen Werthaden muß, nicht geh! nwtificrrt wissen wollen, rin Fingrrzcig seyn, wie Ungereimt es seyblindlings sogar oft dasjenige nachzuahmcn, was in einer unglücklichen Lage, in welcher die meiste« Menschen roh und wild wäre«, eingesührt ward. Wer unter den Wilden als gesittet erscheint, ist doch wohl nicht der Gesittete überall! —

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