Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Inhalt, Zweck und Titel dieser Zeitschrift
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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7 Begriffe gehalten wurden. Auch der Jude fühlt Nun seinen Werth als Mensch, und fühlt ihn mit Dank gegen sei»« Mitmenschen. Sein inneres Dewußtseyn und sein Dedärss niß sagen ihm still und kaut, daß auch er von der Natur bestimmt ist, seine Kräfte zum Wohl des Ganze« zu gebrauchen.— Allein noch sind nicht alle Hindernisse ans dem Wege geräumt. Die Biene der rauhen Wildheit unkultirirter Zeiten hat in dem Innern der Menschheit einen gefährlichen Stachel zurückgclassen, der nur mit weiser Behutsamkeit herausgezogen werden muß. — Don der einen Seite glaubt man, in dem Lebenssysicme der Juden lauter unmoralische Motive zu entdecken, die sie durchaus zu isolirten Menschen verdammen; von der andern Seite ist noch vieles zu thua übrig; mancher Begriff muß gelautert, manches Mangel» hafte ergänzt, manche Mißdeutung berichtiget werde«. Das wahre Glück des Menschen beruhet lediglich auf dem All-einigen Prinzip der Gerechtigkeit, das bei dem Wesentlichen einer jeden Religion zum Grunde liegt. Nach ihm soll der Mensch in allen Verhältnissen des Lebens seine Individualität, sein persönliches Dcdärfniß nach dem Maaße der Allgemeinheit berechnen und bestimmen. Nur wo diesem kein Abbruch geschieht, kann jenes von ihm in Anspruch genommen werde«. Damit nun der Mensch dieses ganz begreife, ist es twchig, daß er seine doppelte Natur, seinen Verstand und seinen Willen, so viel als möglich, zu entwickeln und zu bilden suche. Die Kräfte des Verstandes müsse« erweitert und verfeinert werden, durch Erlangung der Kenntniß alles WisseuSwürdigen, durch Einsicht von Me«