Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- Einige Worte und Bemerkungen, in Betreff der neuesten Verhandlungen in der sächsischen zweiten Kammer über die Verhältnisse der Juden im Königreiche Sachsen
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 2)
- Language
- German
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einiges Einzelne, insoweit es meistens die Gesa mm LH eit der Bekenner des jüdischen Glaubens betrifft, bloß im Interesse der Wahrheit, unsere Gegenbemerkungen mittheilen. Ein ehrenwerther Herr Deputirter, welcher im Eingänge seiner Entgegnung auf eine philosophische und religiöse Weise die Worte aussprach: „Die Religion schließe Niemanden vom Genüsse der bürgerlichen Rechte aus " u. s. w. und welcher für das Deputationsgutachten und selbst „für die Gewährung alles dessen, unbedenklich stimmte, was .toe Juden (in ihrer Petition) forderten," wollte gleichwohl, wahrscheinlich aus verzeihlicher Unkunde, abgesehen von seinen anderweitigen unrichtigen Gegengründen und vagen Behauptungen, darin ein Hinderniß zurBürgerrecht-Ertheilung finden, „-daß sie noch auf einen weltlichen Herrn hofften und sie vielleicht auf und davon laufen würden, wenn dieser erscheinet" Daß indeß z. B. im Talmud (Traktat „Sabbath" 63, und- Traktat „Berachot" 34,) so wie noch ausführlicher Ln dem Werke „Jad Hachasaka" (4. Theil, Kap. 12, Traktat von den Königen,) des großen jüdischen Gesetzlehrers Maimonides, deffen Aussprüche von den Juden hochverehrt werden, der Ausspruch geschehen : die einstige Erlösung Israels werde darin bestehen, daß die Juden überall, wo sie leben, von allem Drucke werden befreit sein, ist schon eben fo oft als Entgegnung auf einen solchen Einwand gehörig angeführt worden,^) als auch, daß die Hoffnungen selbst der frömmsten Juden auf den Messias überhaupt, diese keineswegs verhindern, jetzt treue, gute Unterthanen und Bürger in den verschiedenen Landern zu sein, wie sie so oft praktisch bewiesen haben und noch beweisen und worüber auch in den Jahrgängen der Sulamith Beweise genug zu finden sind. Sollten also nun wohl z. V.. die Juden in Sachsen, im Vertrauen auf die Hülfe Gottes, auf ihren allverehrten, gerechten König, auf das erleuchtete K. S. hohe Staatsministerium und künftig auf die Stimmenmehrheit *) In einer deutschen Schrift zuerst in der Sulamith , im 4> Hefte des ersten Jahrganges, Seite-34!.