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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 287 (sequence 20)
Language
German
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IRI
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287 falls als Gottesacker eingeweiht. Dieses Stück ist nun durch diese Einweihung, obgleich noch keine Leichen darauf beerdigt sind, heilig und unveräußerlich geworden. Es darf unter keiner Bedingung verkauft werden. Wohl aber kann man es verpachten , Und dies geschieht auch, und zwar an einen Hvlzhändler, der sein Holz darauf speichert überhaupt darf kein Theil des ganzen Kirchhofs, der fetzt nach Joseph nichts mehr ist als eine imercssante Antiquität, je wieder bebaut oder sonst benutzt werden. Der ganze Grund und Boden ist durch die Leichen geheiligt. (Man sehe Schulchan Aruch, Iore Dca, §. 368; Ab- ' schnitt 1. D. H.) : Die Prager Judengemeinde genießt eines großen Rufs unter den Judengemcindett des mittler» Europa's. Viele ausgezeichnete Gelehrte , viele interessante und einflußreiche Frauen, Geld- und Gcschäftsmänner sind aus ihr hervorgegangen. Die Prager Gemeinde kann man als die Stammmutter vieler polnischen und ungarischen Juden-Kolonien ansehen, und wir hatten später in Ungarn Gelegenheit zu bemerken, wie einflußreich in diesem Königreiche die von Böhmen dahin ausgewanderten Juden noch heutiges Tages sind. Die Prager Juden zeigen auf ihrem Kirchhofe dem Fremden das Grabmal manches hochverehrten Menschen. So mußte ich hier das schön geschmückte und zierlich gemeißelte Monument einer schönen Jüdin bewundern, die sich zu einer vornehmen Dame, zur Gemahlin eines reichen Grafcn (?) aufgcschwungen hatte; dann die Monumente mchrerer Rabbiner und Leviten (?), die als Weise in der Gemeinde verehrt werden; auch das eines jungen Menschen von achtzehn Jahren, der vor mehreren hundert Jahren lebte. Dieser Jüngling war schon in seiner frühesten Jugend ein Wunder von Gelehrsamkeit, Weisheit, Schönheit und Tugend. Bei seinem Tode geschahen Wunder und Zeichen und es verfinsterte sich der Himmel. Der König von Böhmen, welcher damals herrschte, schickte, als er dieses bemerkte. I*

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