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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 273

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 273 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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273 keineswegs mit dem Mostsstab aus einem Felsen geschlagen ist. Nebst andern Scheingründcn wird auch dieser angeführt: der' mosaische Religionsgrundsatz lautet: ״Liebe Deinen Nächsten, (den Israeliten) und hasse Deinen Feind, (den Nichrisraeliteiy," *) und von diesem Grundsatz den Haß der den gewiß die angestellten christlichen Juristen gegen sie eifern, wie es hie und da schon von Handwerkern und Kausieuten gegen sie geschieht. Sind .nun die Gründe gegen solche Begünstigungen der Juden seicht und unhaltbar, so bedient man sich der Religion, als Mittel. Da müssen dann die trivialsten , tausendmal widerlegten "Gemeinplätze das Lückenhafte ausfüllen , und kann man alsdannauch damit nicht weiter kommen, -so glaubt .man endlich mit der Benennung-,/In d e" Alles gethan zu habem. Wann wird es doch einmal hierin in- Deutschland besser werden? D. H. Wann wird doch in Deutschland das ewige Wiederholen dieses völlig unbegründeten, auch erst kürzlich in der Sulamith <8ten Jahrganges, 6tes Heft, S. 355, 7tes Heft, S. 9, und 10tes Heft S. 819) von Herrn vr. Herxheim er gründlich widerlegten Behauptung endlich einmal aufhören! Wie oft noch soll diese immer widerlegt werden müssen! Man sollte doch wahrlich denken, daß man besonders in Unfern Lagen einen solchen, die Israeliten betreffenden Vorwurf endlich ruhen lassen müßte, in welcher die wissenschaftliche Kritik auf alle positiven Religionen so scharf lostzeht, und solchergestalt sogar erst vor Kurzem von einem christlichen philosophischen freisinnigen Schriftsteller die Behauptung kritisch ausgestellt wurde: ״Der Christ darf nur den Christen lieben, den Änd ern nur als möglich e nChristen, er darf nur lieben, was der G laube heiligt, segnet;" und der Satz: ״Liebet eure Feinde, bezieht sich nur aus Privatfeindschaften unter Christen, aber nicht auf die Ungl aubigen." — Wir lassen diese Behauptungen dahin gestellt sein, welche wir um so mehr christlichen Lheologen'allein zur Entscheidung anderweitig überlassen müssen, als es weder der Tendenz der Sulamith angemessen, noch viel weniger irgend unsere Absicht ist, hier Controverse solcher Art herbeizuführen, und wir bloß durch Anführung dieser Stellen zeigen wollten, daß auch hierin unsere Zeit eine andere als, die frühere sei, und Vorwürfe obiger Art gegen die mosaische Religion und aus derselben widersinnig hergeleiLet, gegen deren, ohnedieß von so vielen andern Seiten oft genüg gekränkten Bekenner nicht mehr Statt finden sollten. D. H.

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