Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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272 Zm zweiten Theile dieses Werkes zeigt im dritten Vorworte Herr vi. W. Häring an , daß Herr Löwen stein in Frankftirt a. M. hinsichtlich der Darstellung der Sache kn Damaskus im obigen Werke, eine Denkschrift ,an die Herren Herausgeber gerichtet habe, und es werden aus derselben die Zeugnisse eines berühmten protestantischen und gleichen katholischen Theologen, Do. v. Meyer und Professor Molitot, besonders abgedruckt.) Zn den medizinischen Zahrbüchern des K. K. österreichischen Staates, Hcrausgegeben von vr. Z.N.Reimann, Sr. K. K. Mas. Leibarzt, und redigirt von Pröseffor Dr. Edlen von Rosas, erschien ein Artikel: ״Uebcr die Quellen des heutigen ärztlichen Mißbehagens und die Mittel, um demselben wirksam zu steuern;" — und unter diesen Quellen wird als letzte angeführt: ״Zu großer Andrang von Israeliten zur Medicin,"*) eine Quelle , die trüb lind sumpfig und chern Mosis den Israeliten auf's allerstrengste verboten." Dieses Ver- Lot wird im Iudenthume auch selbst dahin ausgedehnt und als gesetzlich festgestellt, daß. der Jude, wenn er sich z. B. in einen Finger geschnitten, oder ihn geritzt hatte, sogar sein eigenes Blut beim Aussaugen nicht Hinunterschlucken dürfe. Ein schristglaubige'r Jude wird also gewiß in keinem Falle irgend Blut genießen, und der indifferente, der das mosaische Gebot nicht als göttlich betrachtet, ist doch wieder kein religiöser Schwärmer und meint vielmehr ohnedieß das ganze Massahfest bedeute für ihn gar nichts. Da nun einmal gerade von diesem Gegenstände die Rede ist, so möge also auch hier diese kleine Bemerkung nicht fehlen, wenn auch schon so manches Ausführliche hierüber seit Jahren anderweitig geschrieben worden ist. . Als Arzte zu practiciren, ist ja das Einzige, was den Juden überall gestattet wird; natürlich also, daß die meisten jüdischen Studirenden Medicin studiren. Armes Israel, wie du es machest, soll es denn einmal nicht recht sein! Der fatale Brodneid erhebt überall gegen Dich, seine Stimme! Könnten, wie in Frankreich, Holland, Belgien u. s. w. Juden als Juristen in Deutschland practiciren, so wür-