Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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271 schm Bildung überhcbcn, heißt cs weiter, ״ist ihm sehr zweckmäßig der Platz neben dem Prozeß Fualdes angewiesen, da die Ähnlichkeit zwischen beiden allerdings groß. Dort wie hier Motive und Ausführung unwahrscheinlich, die erste Idee mit blinder Leidenschaft verfolgt, jede von ihr ablenkcnde Spur zurückgestoßen, hier wie dort reiche und angescheue Leute in einer unglaublichen und überflüssigen Werschwörung mit Gesindel, bei beiden Prozessen werden Mitangeklagte durch versprochene Straflosigkeit zu Aussagen bearbeitet, Entlastungszeugen verfolgt, natürlich daß in der Türkei dies Alles weit roher vor sich geht, unbequeme Zcugen prügelt man da sofort todt! Doch steht endlich die türkische Brutalität nicht allein, sondern als Anhctzer und Lheilnehmer ist ein Europäer thätig, der französische Consul Graf Ratti Menton, und trotz dem Versuch, den Thiers als Minister macht, ihn zu vertheidigen, oder vielmehr gerade dadurch, ist d ieser Vorgang einSchandfleck des französischen Namens. Mit Recht rügt der Herausgeber, daß die europäischen Israeliten zu weit gingen, wenn sie (wo?) behaupten wollten, als wenn cs durchaus unmöglich sei, daß von ihren Glaubensgenossen ein Verbrechen aus religiösem Fanatismus begangen werden könne, da doch von allen Religionspartcien traurige Zeugnissc solcher Verirrungen vorliegen; doch muß man auch zugestehen, daß cs wenig Zartgefühl verrieth, wenn man diese Zeit der Drangsale zu einer Con'troverse wählte, ob vielleicht Juden jemals Christcnblut zu abergläubischen Zwecken gebraucht hätten."*) (Schließlich bemerken wir noch Folgendes: *) Auch dieses ״vielleicht" hätte vonSeitenderJudengarkcine große Beachtung verdient, da es leicht völlig zu entkräften ist, wenn nicht Grauelscenen die jüdischen Gegenschriften nothwendig gemacht hätten. Die einfachste Antwort auf diese mittelalterliche unsinnige Beschuldigung bleibt immer die M»nasse ben Israels! ״In den 10 Geboten heißt es! ״Du sollst nicht morden," (ohne daß das Wort Israelit etwa dabei steht), und der Genuß des Blutes ist in-den Bü-