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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 270

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 270 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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270 dauern ist es nur, daß nicht selten Gegner der Juden solche Schriften, ohne erst abzuwartcn, oder ohne es erst abwarten zu wollen, was von Seiten der Sachverständigen darüber geurtheilt wird» sogleich als das non plus ultra verkünden und dabei ausrusen: ״Sehet! so sind die Juden und ihre Verhältnisse alle, und in allen Ländern!" Har sich doch sogar schon Jemand, der die — weiterhin hier bemerkten — Ereignisse in Wien, Dr. Rosas und die jüdischen Ärzte betreffend, im ״allgemeinen Anzeiger" schilderte, bei seinen böswilligen Äußerungen aus diese Schrift Mayer's bezogen und damit seine Schmähungen gegen die Zuden zu dekräftigcn geglaubt!! *) Zn der von Ed.Hitzig und W. H ä r i n g (W.Alexis) herausgegebencn Schrift: ״Der neue Pitaval" (Leipzig 1842, bei Brockhaus, 1. Band, 1 Lhlr. 24 Sgr.) kommt auch ״die jüdische Damaskussache" vor. ״Diese ruhige Zusammenstellung ist dankenswerth," heißt es in den ״Blättern für literarische Unterhaltung", Nr. 218 von 1842. ״Hauptsächlich ist der Herausgeber dem bekannten, ausgezeichneten ReiseschriftstellerMajor von Hailbronncr gefolgt, nach dessen letztem Werke ״Morgenland und Abendland." Damit wir uns bei den Gräueln dieses Prozesses nicht unserer europäi- *) Obgleich der Herr Professor Mayer die aufgeklärten Juden oder ״Neuerer" keineswegs gern sieht, so meint er doch, eine Reforination thue dem ״Judenthume" noth. Was er indcß bei der großen jüdischen Orthodoxie, die er von den Juden verlangt, unter Reformation versteht, wissen wir nicht. Ferner meint er aber auch: die Reformation dürfe nicht von Einem ausgehen, sondern es müßten Refornratoren sein, die vor Allem ungeheuchelteReligiosität, dann gründliche Gelehrsamkeit, endlich Unabhängigkeit von jedem äußern Einflüsse besäßen, und was diese, was die Bessern, die Weisen der Ration beschließen, das sei Regel für Alle." Er meint also wohl die Errichtung einer israelitischen Ober - Kultus - Behörde, welche indeß schon längst von Juden gewünscht wird.

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