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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 269 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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269 Zustände und Verhältnisse der Juden in vielen Ländern, beilegen kann. ״Seitdem sie (die Juden) das preußische Staatsbürgerchum erhalten haben - geht das alte Judenthum mit beschleunigten Schritten feinem Untergange entgegen. (Wenn dieses Argument richtig sein sollte, so sollten wahrlich die Herren Proselytenmacher und Judenfeinde doch Alles ausbieten, den Juden überall je eher je lieber wenigstens das Staatsbürgerrecht, da wo sie es noch nicht besitzen, zu verschaffen!) Eine Hauptursache dieses Mißverhältnisses ist diese," fährt der Verfasser fort, ״daß die verschiedenen Gemeinden, welche das Bürgerrecht annahmen (?) nur Rabbiner erhalten, wie die Regierung nach ihrem Gutdünkcn sie ihnen zuschickt, während sic vorher die Macht hatten, solche zu berufen, welche sie tüchtig fanden." *) Jedem Juden in Preußen ist cs doch aber bekannt, daß gerade seitdem die dortigen Juden das Staatsbürgerrecht erhielten, die Regie; rung sich gar nicht mehr darum bekümmert, pb und welchen Rabbiner die jüdischen Gemeinden sich wählen, daß dies den einzelnen Gemeinden nach wie vor völlig überlassen bleibt, und es vielmehr von allen einsichtsvollen Israeliten dort mehr als je gewünscht wird, daß die Wahl der Rabbiner zwar künftig, zuvörderst von einer vom Staate autorisirten israelitischen Ober-Kultus-Behörde geschehen, aber dann jedesmal von der Regierung besonders -bestätigt werden möge.**) Doch genug von diesem Mischmasch! — Au de- *) Der Herr Recensent dieser Schrift in dem Gersdorf'jHen ״Nepertorium", welcher diese Verhältnisse nicht kennt, fragt bei dieser letzter« Behauptung: ״ Aber sollte denn die Regierung so schlecht wählen?". **).Die Behauptung des Verfassers, die Hamburger Juden stehen noch immer in einer gewissen Beziehung zu Dänemark, scheint uns. wohl ebenfalls, unrichtig zu sein. Von den gemischten Ehen der Juden in Frankreich scheint der Verfasser durchaus gar ,kein Freund zu sein, und — schiebt diese Sache, in's Gewissen; doch muß er einräumen, daß man in Frankreich den Namen Mik nur seiten höre und man dort keinen üblen Begriff damit verbinde.

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