Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
- Article
- Aus dem Österreichischen, dortige Israeliten betreffend [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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259 dichte: „Das Habsburglied," zog der jugendliche Dichter im Jahre 1832 schnell die Aufmerksamkeit der literarischen Welt auf sich, im Jahre 1834 gab er Gedichte heraus (Wien, bei I. A. Sollinger); im Jahre 1835 „Sagen aus dem Morgenlande" Leipzig, bei Leo); im Jahre 1836 ein romantisches Gedicht: „ Kolombo " (Stuttgart, bei Brodhag); im Jahre 1841 „Neue Gedichte" (Leipzig, bei Brockhaus). Gegenwärtig ist dieser Dichter, der wahrend der vorgenannten glücklichen Leistungen sich ernsten Studien widmete, die Doktorwürde der Medizin und Philosophie erwarb, mit einem epischen Gedichte: „Don Juan d'Austria," beschäftigt, und hat seit dem 1. Januar dieses Jahres ein neues Journal: „die Sonntagsblatter," begründet. Eine kleine, außer einem engem Kreise weniger bekannte Schrift von ihm ist: „ Ueber den Einfluß der Phantasie" und Übersetzungen von Byron's „ Parisino " und Moore's „Paradies und die Perl." Der Herr Freiherr S a l o m o n von Rothschild in Wien übersandte den bei dem letzten verheerenden Brande in Smyrna verunglückten Israeliten die Summe von 8000 Gulden in Conv. Münze zur augenblicklichen Aushülfe. „ Das Haus Rothschild," heißt es in dem bemerkten Tagesblatte weiter, „verstand es, sein eigenes Interesse zu fördern, ohne es auf Kosten Anderer geltend zu machen; es wußte zu gewinnen , ohne den Nachtheil Anderer zu wollen; es erwarb sich Schatze, und zu gleicher Zeit die Achtung, die Würdigung von Europa. Am nächsten aus dieser Familie steht uns in Wien Herr Freiherr S. M. v. Rothschild, ein Mann, der in unserer Mitte beinahe domizilirt, und dessen edles Verfahren wir täglich anzuerkennen Gelegenheit haben. Wo es sich darum handelt, Gutes zu thun, Nützliches zu Tage zu fördern, oder irgend eine Noch durch seine Dazwischenkunst zu heben, ist gewiß S. M. von Rothschild eifrig, unermüdet, ernstlich dabei an der Spitze. Es bedarf nur selten einer besondern Aufforderung, und meistens giebt sein eigenes, für Wohlthun empfängliches Herz den ersten Impuls dazu." (Nun folgen noch mehrere Beweise der großen Wohlthatigkeit dieser Familie und ihrer Tätigkeit zu Gunsten des Handels, des Gewerbfleißes, der Industrie; etwas über ihre Begründung der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn u. s. w. —) Auch in Beziehung auf Juden geschieht noch der Summen Erwähnung, welche der Herr Baron Salomon von Rothschild mit seinem Bruder James