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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft · p. Seite 260

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
Article
Aus dem Österreichischen, dortige Israeliten betreffend [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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260 gemeinschaftlich nach Algier gesandt hatte, zur' Beköstigung der von den französischen Truppen geretteten und hinweggeführten Juden. Die israelitische Kleinkinder-Bewahranstalt zu Prag ist zur Musteranstalt für Präparanten erhoben worden. Einer aus Oldenburg eingegangenen Nachricht zufolge, fand in der dortigen Synagoge am Passahfeste 1842 eine Konfirmation israelitischer Knaben statt, welcher Se. Königl. Hoheit der Großherzog von O ldenburg beizuwohnen und deshalb seine Zufriedenheit huldvollst zu äußern geruhten.^) Man kann sich die Freude und aufrichtigen Dankgefühle dieser Gemeinde wohl schon ungefähr denken, als sie ihren, alle seine Unterthanen durch eine weise und menschenfreundliche Regierung beglückenden Landesherrn in ihrem Gotteshause bei dieser Gelegenheit erblickten, höchstwelcher, besonders bei Begründung und Beförderung des Gemeinnützigen und Guten, durchaus keinen Glaubensunterschied macht, und dem überhaupt seine israelitischen Unterthanen so viel Gutes und Zeitgemäßes zu verdanken haben. Heil ihm l „Das erste Monument errichtete der liebe Gott. L o t ff $ Frau sah rückwärts und ward in eine Satzfäule verwandelt. Umgekehrt macht es heute die liebe Menschheit: sie belohnt die Vorwärtsstrebenden durch ihre Säulen von Erz und Stein, und damit sie ihr fossiles Leben desto eher antreten können, läßt sie dieselben in ihrem irdischen Leben am Hungertuche nagen!" Von diesen Worten des Herrn L. Wolke, in der Wiener Allgemeinen Theaterzeitung, könnte indeß in Beziehung auf die israelitischen Glaubensgenossen, in Ansehung der Unterstützung ihrer Gelehrten, wohl auch nicht so ganz selten nur der Schluß Anwendung finden, denn Monumente von Erz und Stein werden bekanntlich Israeliten von keinem ihrer Glaubensgenossen gesetzt; aber sehr großes Lob nach dem Tode wurde wenigstens sonst — ob es noch der Fall oft ist, wollen wir dahingestellt sein lassen — gern manchem ihrer Gelehrten und Schriftsteller gespendet, nachdem man ihn im Leben oft darben ließ, wie z. B. den berühmten hebräischen Schriftsteller Hartwig Wessely, dessen Andenken fortwährend sehr hoch *) Den Namen des die Konfirmation Verrichtenden hat uns unser christlicher Korrespondent nicht genannt.

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