Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
- Article
- Ideen zu einer Geschichte des mosaisch-jüdischen Gesetzes
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 13)
- Language
- German
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238 darbietet; v) Dorsche ha Dorot, oder Geschichte des mosaischen Gesetzes bis zum Abschluß des Talmud, von Dr. Crcizcnach (Frankfurt a. M., 1841), von dem wir, bei aller Achtung vor dem gelehrten Vers., sagen müssen, daß es deutlich zeige, was noch in diesem Fache zu thun ist. — Daß außer den allgemeinen Hülfswissenschaften, deren Aufzählung hier nicht nöthig ist, diejenigen Werke, die gewisse Partieen der jüdischen Literaturgeschichte behandeln, und unter denen Zunz's Gottesdienstliche Vorträge (Berlin, 1812) obenan stehen, zu benutzen sind, braucht kaum angedeutet zu werden. Wenn wir die Geschichte des mosaisch-jüdischen Gesetzes in gewisse Epochen zerlegen wollten, so würden wir vier Hauptpunkte aus derselben herausheben, die besonders würdig sind als epochemachend bezeichnet zu werden. Es sind dies Moses, Esra, Abschluß des Talmud , Maimuni. Wir versuchen durch eine kurze Charakterisirung dieser Zeiträume unsere Eintheilung einigermaßen zu rechtfertigen, rind zugleich die einer jeden größeru Epoche zukommendcn Unterabtheilungen zu bezeichnen. Als erste Epoche nehmen wir die Zeit bis Moses an. Es kann dieser Zeitraum jedoch nur negativ als eine Epoche in der Geschichte des Gesetzes betrachtet werde», indem sie eben die Zeit ist, in welcher kein Gesetz da war, abgerechnet einzelne Vorschriften, die gelegentlich an Einzelne gerichtet wurden. Das nationale, wie das religiös gesetzliche Leben liegt erst im Keime, da die erwählte Nation kaum eine Familie ist, und Rcligionsgesctze, außer den bei Noah, Abraham unb .Jakob verkommenden Spuren von reinen und unreinen Thiercn, Beschneidung und Hüftncrv, nur in dem „Wandeln vor Gott," in Redlichkeit und Beobachtung der Befehle Got tcsbestehen. Bemerkenswertst ist es, daß der Talmud in richtiger, konsequenter Anschauung der vormosaischen Zeit diesen vor? mosaischen Geboten nur dann bindende Kraft zuschreibt, wenn sie aus dem Sinai wieder-