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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft · p. Seite 224

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
Article
Lehrt das Judenthum wirklich allgemeine Menschenliebe?
Date
1834-01-01
Page
Seite 224 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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224 timt daß die Heiden zur Annahme der mosaischen Religion veranlaßt werden sollten , sondern durch die Berufung auf das reinste Mcnschcngefühl, -das sich in den Schmerz des Unterdrückten versetzen müffe, begründet, also wieder vom Geiste der Humanität beseelt. Fürwahr, wäre das mosaische Gesetz nicht wirklich von diesem Geiste völlig durchdrungen, cs würde, wie wir es nach der Analogie der Behandlung der Juden von Seite der Christen erwarteten, ganz anders lauten. Diese haben selbst heute noch, nachdem die barbarischen Verfolgungen der Juden aufgehört, mit Ausnahme Hollands, Belgiens, Frankreichs und in Deutschland Kurhessens, sich nicht auf den freiem Standpunkt einer lautern Humanität zu erheben vermocht, wo vor der himmlischen Sonne wahrer Gerechtigkeits- und Menschenliebe die Höllengeister des Egoismus und Fanatismus verschwinden, die einer freundlichern Behandlung der Juden sich entgegcnstellen, daher heute noch in Schriften und Lagesblättern, in Gesetzen und Zudenordnungen, im ganzen sozialen und bürgerlichen Leben die verschiedensten, oft wunderlich sich widersprechenden Angaben und Ansichten zur Ausschließung der Juden sich geltend machen, so daß z. B. heute gesagt wird, wir dürfen und wollen diese Juden, die einen Staat im Staate bilden, nicht emanzipircn, morgen aber die Theilnahmc der Juden an vielen Rechten und Genüssen unbescholtener Einwohner aufgehoben werden soll, weil sie sonst aus dem isvlirtcn Ghetto ihrer alten Nationalität hcraustreten würden, — oder in demselben Augenblicke, wo man den Juden als Hindcrniß ihrer Emanzipation den Mangel an kirchlich-religiöser, wissenschaftlicher re. Kultur bezeichnet, ihnen doch jede den Fortschritt ermunternde Aussicht versperrt, jede Unterstützung und Anerkennung desselben versagt wird, — oder während man sie noch zur bürgerlichen Gleichstellung mit den Christen für moralisch unreif hält, im Nu die ganze Iudcnheit, wenn diese Einen Kopf und die Taufe

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