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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 189

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 189 (sequence 27)
Language
German
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IRI
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189 dert werde. — Im: deutschen Befreiungskriege, in dm Jahren 1813, 14 und 15, also auch in der nruestsn Zeit, wo unter den deutschen Armeen —- namentlich in der K. Oesterreichischen, K. Preuß., K. Baier. u. a. m. sehe viele Juden, sowohl in der Linie, als auch in großer Zahl als Freiwillige und eben so als Landwehrmänner — als letztere ihre Czakos, gleich denen der christlichen Kameraden, mit einem Kreuze bezeichnet ■— dienten und die Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten erlangten; in diesem glorreichen Kriege, wo viele von ihnen tapfer fochten und manche mit Orden (eisernem Kreuze u. s. w.) belohnt wurden, bewiesen ja die Juden auch praktisch, daß ihre Religion sie nicht verhindere, Wlitairdienste zu leisten, welches auchcher verstorbene alte Oberlandes- Rabbiner, Herr A. Karfunkel in Breslau, als er damals dort den israelitischen Kriegern vor dem Ausmarsche, den Eid abnahm und sie zur Treue gegen ihren König und gegen ihr Vaterland ermunterte, in der Synagoge ihnen ebenfalls auseinanderfetzte. (2K. s. die Sulamith, 4. Jahrg.> 6. Heft, S. 399.) — Sollte es,denn z. B. auch schon so, g a n z vergessen sein, daß, wie ssm Jahre 1815 durch die- Zeitungen mitgetheilt) aus der preußischen Gefammtliste der in der Schlacht bei La Belle - Alliance gefallenen Krieger hervorging, allein von der jüdischen Konfession 55 Landwehrofsiziere ihr, Leben für König mb Vaterland geopfert haben? (M. vergl.; Sulamith, 4. Jahrg., 7. Heft, Seite 48.) — Ist es denn gar nicht mehr bekannt, daß das französische S a nhederin, den Grund sahen der jüdischen Religion gemäß, erklärte, daß der Jude auch als Soldat seine Unkerthanenpflichtm erfüllen, könne und müsse, und daß er im Militairstande, von Erfüllung seiner Religivnsgebräuche entbunden sei, wenn sie irgend mit seinen Soldatenpflichten in Colliflon gerathen? — Man glaube aber nicht, daß diese Versammlung dies etwa nur aus Furcht vor Napoleon ausgesprochen habe, sondern sie erklärte es nur, weil es, wie gesagt, den jüdischen Religionslehren angemessen ist; denn wäre es diesen entgegen, und würde diese Erklärung zur Erschütterung irgend etwas Wesentlichen in der Religion beitragen, so hatte das Sanhederin gewiß auf'keine weltliche Macht dabei Rücksicht genommen,- so wie Alles, was es erklärte und erlaubte, nur den Grundlehren der jüdischen Religion gemäß ist. Schon der strenggläubige Präsident, oder Nässt des Sanhederins, Rabbi David Sinsheim, würde sonst unter keiner Bedingung so etwas gestattet haben, denn. er erklärte einmal gegen seine Freunde,

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