Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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J 33 rühmliche Weise ausgesprochen, so müssen wir es andererseits doch sehr tadeln, daß er in solchen wesentlichen Religionsangelegenheiten, gleichsam als ob er ein Israelitischer Theologe sei, Namens seiner Glaubensgenossen sich so bestimmt ausspricht, da er doch dazu nicht eigentlich berufen ist und auch wohl davon wenig verstehen mag oder nicht verstehen will. Wie kann er behaupten, daß die Israelitische Sabbathsfeier nur in einer Stunde bestehe und der Israelit in den andern Stunden des SabbaLhs arbeiten dürfe? Spricht er etwa als Indifferentst und arbeitet er vielleicht in seinem Comptoir und Hause am Sabbath, so kann er dieß doch aber nicht von a llen Israeliten behaupten; oder betrachtet er etwa diese Sache aus einem philosophischen Gesichtspunkte, so wäre dieß wieder nicht für die Mehrheit der Israeliten anwendbar. — Was verstehet er denn überhaupt un- (er der ״einen Stunde, in welcher der Israelit an seinem Sabbath gewisse religiöse Pflichten zu erfüllen habe?" Meint er dm.Gottesdienst?. Dieser bezieht sich doch aber nur auf die religiöse Pflichten des Israeliten, am ganzen Sabbathtage von aller Arbeit zu ruhen, davon nur sprechen die Israelitischen Gebete und Reden an diesem Tage, und soll etwa der Israelit, so davon erbauet, gleich nachdem er die Synagoge verläßt, zur Arbeit gehen, so thut er ja besser, er bleibt aus der Synagoge am Sabbath ganz weg und giebt seinen gläubigern Religionsgenossen dadurch, daß er das Wort Gottes gleichdarauf durch die That gleichsam verhöhnt, kein Aergernifi. Wer wird wohl hierbei nicht unwillkührlich an eine englische Parlamentsdebatte vom vorigen Jahre erinnert, die bei Gelegenheit eines Antrags, die Sonntagsfeier nicht in einigen Stunden, sondern während de§ ganzen Tages streng festzusetzen, Statt fand, und bei welcher Gelegenheit ein Parlamentsglied die Frage aufwarf: ob man in der heiligen Schrift eine Stelle aufweisen könne, daß die Sabbathsruhe nur für einige Stunden des Tages von Gott festgesetzt worden sei? Im Gesetze Mosi's nun ist doch gewiß keine solche Stelle zu finden, und in den Gesetzbüchern der Talmudisten und Rabbinen (!) nun vollends gar nicht, wiewohl wir Herrn Fould nicht zumuthen wollen, gar diese in's Weite führenden und mitunter allerdings äußerst schwierigen Sabbathsgesetze zu studiren, und wir ihn hier nur auf׳ das Lesen der fünf Bücher Mos5s Hinweisen wollen; und daß die Arbeiten in den Fabriken wirkliche Arbeiten sind, kann doch wohl nicht bestritten werden. Wir gönneu gewiß gern Jedem seine religiösen Ansichten und gehören keineswegs zu den Eiferern oder Frömmlern; allem Behauptnn-