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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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134 gen über bestehende Gesetze einer Glaubensparthei, besonders im Angesichte Europa's ausgesprochen, dürfen nicht falsch sein, und wenn sie es sind, müssen sie gerügt werden, damit Laien sie nicht als Wahrheit und Norm betrachten, und somit wollten wir einen Jrrthum beleuchten und berichtigen, ohne der Person, die die wir übrigens schätzen, zu nahe treten zu wollen. Ueber den Berliner Israelitischen Kutturverein enthalt die Wiener allgemeine Theaterzeitung Folgendes.: ״Ein solcher Verein besteht seit Kurzem in Berlin, Die Judenemancipation ist von unserer Seite zwar reine Rechtssache, und wird und muß als solche endlich siegen. Uber den Juden selbst liegt die Pflicht ob, zugleich sich selber von Allem zu emancipiren, was der Mehrzahl derselben noch immer mehr oder minder anklebt. Zu einer solchen geselligen Reform, ohne welche die staatliche, nie wahres und volles Leben erlangen kann, werden solche Israelitische Kulturvereine Wesentliches beitragen können. Denn nur vereint und nur, wenn die Tüchtigsten sich ihrer Glaubensgenossen brüderlich annehmen und nicht, wie so oft geschieht, die jüdische Fahne verlassen, um dann, weder eins noch keins, auf Juden und Christen zu schelten, nur dann wird dieses Ziel erreicht werden, Ein drückender Hemmschuh dabei sind vielfach die jüdischeu Religionslehrer selbst gewesen, und es darf daher als ein sehr wichtiger Schritt des Berliner Kulturvereines bezeichnet werden, daß derselbe jetzt als seine erste Preisfrage die Frage beantwertet wissen will: ״Was war, was ist und was soll der Rabbiner sein?" Es wird eine aus Quellen-Studium hervorgegangene, die Quellen nachweisende wissenschaftliche Darstellung verlangt, die Aufschluß giebt über Ursprung und Fortgang der Rabbiner-Institution; über die religiöse Bedeutung der Rabbinen und deren Stellung zu Gemeinde und Vorstand; über ihre Amtsthätigkeit als Communalbeamte, Richter,(?) Geistliche, Lehrer und Prediger; ihre Vorbildung, Qualisication, Erwählung, Anstellung, Einkünfte und Gerechtsame; endlich ihre Wirksamkeit und ihren Einfluß im Allgemeinen. In der geschichtlichen Betrachtung sollen die verschiedenen Länder berücksichtigt werden. Bei der neuern Zeit wird die Erörterung folgender Punkte erwartet: 1) Beruf und Stellung des jüdischen Theologen nach allen Richtungen seiner Wirksamkeit*) auch in seiner Eigenschaft Für diejenigen, welche diese Preisaufgabe zu lösen unternehwen, würde besonders auch die Benutzung der zweckmäßigen, vom vor-

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