Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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92 Der Gelehrte Munk (Israelitischer Religion, ausGlogau gebürtig, ein berühmter Orientalist und an der König!. Bibliothek in Paris angestellt), welcher von den: französischen Minister des öffentlichen Unterrichts nach Aegypten 'geschickt worden war, um dort Manuscriptc aufzusuchen, ist von seiner Mission zurückgckehrt, die in Folge der politischen Perha'Itnisse nicht sehr glücklich gewesen ist. Doch hat er eine ״Geschichte der Acrztc" von Zbn Abi Oseibaa, einen Band der ״Chronik" Ibn-al-Athirs, so wie das bekannte Siba von Dschauhari mitgebracht; ferner eine bedeutende Anzahl Bände über die Gebräuche und Sitten der Karaiten und einen (bisher in Europa unbekannten) riesenhaften (Karaitischen) Kommentar über die Bibel (A. T.) aus dem lOten Jahrhundert, die er von einigen Karaiten Cairo's erhielt. (Französ. Blätter und das ״Ausland.") Zn der Berliner Vossischen Zeitung forderte der Herr De. weck. I. Z. Sachs in Berliit seine Glaubensgenossen in einem angemessenen Aussätze zur Subscription auf einen Commcntar zur Mischna auf, welchen der verehrte und ehrwürdige scelige Obcrrabbincr, Herr Akiba Eg er zu Posen, einem seiner Söhne als Vcrmächtniß hinterlassen, damit er diese Schrift nach seines Vaters Lode im Drucke erscheinen lasse. Dieser junge Mann befand sich zu dem Ende vor einiger Zeit in Berlin. Mehrere der jetzt dort wohnenden Israeliten aus Märkisch-Friedland, woselbst der Verewigte srüherhin Rabbiner war, haben bereits mehrere Hundert Lhaler zum Druck zugcsichert, und es ist in der That nicht zu zweifeln, daß die Zahl der Subscribcnten in Israel bedeutend ausfallcn wird, da der erwähnte ehrwürdigc theologisch-gelehrte Verfasser in großem Ansehen gcstande» und noch jetzt wegen seiner rabbinischen Gelehrsamkeit, seines überaus frommen Lebenswandels und seiner Menschenfreundlichen Denkart, sehr viele Verehrer selbst auch unter der Zahl derjenigen in Israel hat, welche den Fortschritt lie-