Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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93 bcn und begünstigen und mit ihm also wegen seiner Liebe zur Stabilität in Rcligionssachen, anderweitig nicht zuftieden sein konnten. Herr D1\ Desjardins, der von dem französischen Ministerium des öffentlichen Unterrichts nach Aegypten geschickt wurde, hat dort dreißig Handschriften theils in meinphitischcr, theils in faidischer Sprache gefunden. Darunter befinden sich die Bücher des Zesaias, des Jeremias und Baruch und der Brief an die gefangenen Zudcn in Babylon; daS Buch Hiob, die 14 ersten Kapitel der Sprichwörter Salomo's und einige Fragmente auch dem Buche der Könige re. Uebcr die Legenden, nach dem Talmud, von Dr.M, Veit, heißt es in einer Recenskon in den ״Blättern für literarische Unterhaltung" wie folgt: ״Bon eigenthümlichcr Art, aber in hohem Grade anzucrkcnncn ist das Verdienst, welches -sich der Verfasser dieser jüdischen Legenden um seine Glaubensgenossen erworben hat. Zn der sehr würdigen Einleitung sagt er, daß der Grund der vielen Verumgliinpfungcn und Unbilligkeiten, welche die Juden erfahren haben und noch erfahren, vorzüglich in der Unbckanntschast mit ihren gcistigen Zuständen und Leistungen beruht, namentlich in sofern diese im Stande wären, Hochachtung und Liebe zu erwecken. Gegenwärtig habe man bedeutende Fortschrittte gemacht, in der Erforschung Dessen, was so lange versäumt war, und es sei nun nicht nur die Gegenwart und Zukunft der Zudcn durch den Staatsmann, sondern auch die Bergangenheit durch den Gelehrten zu emancipiren; er seinerseits wird als Dichter das Seinige dazu beitragen. Gewiß ist es, daß diese Wege der Emancipation sowohl die ehrenvollsten, als auch die sichersten sind; läßt sich auch nicht leugnen, daß die lange Versäumniß zunächst eine Schuld der Juden selbst gewesen ist, so sind doch so achtungswerthe Leistungen, wie