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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 91 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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91 gesetzte durch die Annahme vermittelt, daß (Turnus) Rufus, ein Landpflcgcr, und Rufus, ein Hegemon, verschiedene Personen waren. Die Geschichte schildert Titus als einen menschenfreundlichen Regenten; die Talmudiften aber bezeichnen ihn als einen grausamen Wütherich. Beide Ansichten werden befreundet, wenn man amnmmt, daß Titus auf dem Throne besser wurde, vielleicht in Folge schmerzlicher Gewissensregungen, was eben die Erklärung rechtfertigen Mag, daß die eiserne Mücke, die ihn unaufhörlich gequält habe, eine morgenländische Hyperbel zur bildlichen Bezeich» nung des Gewissens sei. u. s. w.*) אליה תוליררוז משפחת יחזקאל, ראך oder: Die Schicksal« der Familie Hoch. Ein Lesebuch, zunächst für das jüdische Volk und seine reifere Jugend, verfaßt von Simon Krämer, (zu Altenmuhr in Mittelfranken) Religions- und deutschem Sck,ullehrer. (Dinkelsbühl, 1339, Friedrich Walther'sche Buchhandlung.) Mit Vergnügen lasen wir diese ächte Vvlksschrift und wünschen, daß sic unter den Israeliten in Deutschland recht viele Leser und Käufer finden und dadurch sowohl recht verbreitet, als auch der würdige Herr Verfasser ausgemuntert werden möchte, sein schönes Bestreben, so heilsam zu wirken, auf die begonnene Art fortzusetzen. *) Ei, Ei.' Wer weiß wohl nicht, daß der Rabbi LLb, genannt der hohe Rabbi ükb, in Prag, einst in seinen Schriften seinen Glaubensgenossen gerathen, die gelehrte Schrift des Rabbi Afaria Min Edomi —- Meor Enajim," damals erbittert: ״Mawer Enajim" genannt, zu verbrennen, weil der gelehrte Verfasser in diesem letzter» Werke die buchstäbliche׳ Wahrheit der Erzählung von der Titus-Mücke bezweifelte? Der Herausgeber dieser Zeitschrift kannte einen alten« frommen, ehrwürdigen Rabbi, welcher, in Folge dieses hohen RatheS« in sciner Jugend das Werk Meor Enajim wirklich vcrbrannnte, im Alter aber das sonst noch lehrreiche Buch gelehrt und schön fand.

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