Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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geln; hierauf wuschen die Pilger (sich Hände und Angesicht, und die Eltern gaben ihren Kindern aus der Quelle zu trinken. Auch die Neger und Negerinnen vollbrachten ahnliche Ccremvmcn, allein man sah cs ihnen an, daß׳ sie es in voller Unwissenheit und Andachtlosigkeit thaten. (Also wären es die Inden nur gewesenwelche es ernst damit meinten? Sonderbar und abscheulich!) Unweit der Qnelle saß ein alter Marabut, dem der ftanzösische commandirende General die Erlaubmß gab, den heiligen Quell, aber nur amDienstag und Donnerstag, zu hüten und dort die Gaben der Pilger in Empfang zu nehmen. Er äußerte gegen den Werfasser, daß diese nicht viel einbrächten, denn es werde dieser Ort bei weitem mehr von Zudem (?) ,- als von Mauren besucht. Als der Vers, sich wieder entfernte, vernahm er einen großen Lärm von der Seeküste her, und fand hier eine ziemliche Zahl jüdischer Familien versammelt, mit Essen und Trinken beschäftigt, wobei sie laut jubelten und sangen. Bei Annäherung des Capitains erhoben sich sogleich cinigeMänner und luden ihn׳ ein, an ihrer Mahlzeit Anteil zu nehmen, indem sie ihn belehrten, daß es Pflicht sei, nachdem man das Hriligthum des Marabut am Sidi-Zakuh besucht habe, sich der Freude und dem Genuß von Speise und Trank zu ergeben. Alles Weigeriiö ungeachtet mußte auch der Capitain ein Glas Anjette als Erquickung von ihnen annehmen. Diese lustigen Mahlzeiten nahmen den ganzen Rest des Tages in Anspruchwobei sich die Familien׳ immer im Freien lagern. Auch Musiker gesellen^ sich häufig zu diesen Sccnen des Wergnügcns und erhöhen es durch ihr sehr oft mißtönendes Spiel. Zuletzt konnte es nicht fehlen, daß die Lust, in Folge des berauschenden Getränkes, in Unanständigkeit ausartete, und Männer, Frauen und Kinder rollten endlich neben- und übereinander auf den Boden hin." ף *) Unbegreiflich ist es, daß der jetzige Rabbiner zu Algier, ein gelehrter, ehrwürdiger Greis, diesem Ä-erglauben und Gräuel nicht eiitgtzgenzuwirkerr und diese, wie es scheint, untern jüdischen Volks-