Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 12)
- Language
- German
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35 und das Einzelne dieser Schrift Luzzato's ungünstig bcurrhcilt, und der Reccnsent, Hr. Prof. Fleischer , will keineswegs in das große Lob einstimmen, welches ein Anderer anstimmt, ״der dieses,Werk sehr hoch stellt." ״Einen großen Werth kann Ref. diesem Nachwuchsc der althebräischen Poesie nicht zugestchen," heißt es ferner, ״selbst die Sprache kränkelt an dem Syncretismus von Alt und Neu, Osten und Westen; manche Wort- und Ausdruüsformcn sind unächt, viele Sätze nichts als wörtlich übersetztes Italienisch. Nun werden viele Beispiele dort angeführt u. s. w. Am Schluffe sagt der Hr. Rec.: ״Obgleich mit dem Herausgeber nicht ganz über die Stellung und Bedeutung der neu-hebräischen Sprache und Literatur im Ganzen der Wissenschaft einverstanden, erkennt Ref. doch besonders seinen Prolegomcnen dasselbe große wissenschaftliche Interesse zu, welches seine frühern Werke haben. Sie handeln über die von den Juden nach dem Exil gebrauchten und bearbeiteten Sprachen; die Formen der neuhebr. Poesie, das Leben und die Schriften M. V. Luzzatto's (geb. 1710 m Padua, gest. 1750 in Akka) und die Geschichte des Drama's bei den Juden, Alles mit einer dahin einschlagendcn Literaturkenntniß und Belesenheit, in der es so leicht kein jetztlebender christlicher Gelehrter dem Vf. gleichthun möchte." (Ein gerechtes Anerkenntuiß, dem wir gern und freudig beizustimmen die Gelegenheit hier benutzen. Beiläufig wollen wir aher auch folgendes, aus einer anderweitigen Recension entnommene, Tragischkomische denjenigen Lesern der Sulamith hier mittheilen, welche solches noch nicht kennen, und welches uns einestheils, in Betracht der Vorurtheile gegen die Juden und wegen ihres Schicksals, wie so oft in ähnlichen Fällen, betrübte, andererseits aber, wie gewiß vielen Lesern, ein mit Wehmuth vermischtes Lächeln abnöthigte. Es besteht darin, daß ein gelehrter und, wie hervorgcht, keineswegs gegen die Juden feindlich gesinnter Reccnsent inr Literaturblatte zum Morgenblatte (Nr. 97, v. 25. Sept. 1837.) ״3