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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 358

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Lehret das Judenthum wirklich allgemeine Menschenliebe?
Date
1834-01-01
Page
Seite 358 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 358 Egoismus, Dünkel, Haß, Verachtung, Anmaßung!c. von vorn herein schwinden? ' Auch im Leben des Patriarchen stellt die Schrift dem Israeliten ein Musterbild von unbeschränkter allgemeiner Menschenfreundschaft vor Augen. Er übt Gastfreundschaft gegen Fremde (das. 18.), betet für die heidnischen Sedomiten zu Gott um Erbarmung (das,), desgleichen für den heidnischen Abimelech (das, 20, 17.), und schließt selbst ein Freundschaftsbündniß mit diesem (das. 21,). Wenn nun alle diese nicht seines Geschlechtes und seines Glaubens waren, so ist auch hiermit für den Israeliten die Anweisung zu gleicher unbedingter Humanität gegeben. Im Lebensbilde des Stammvaters Jizchak sehen wir wieder dasselbe. Er und Abimelech schwuren einander Treue und Freundschaft (das. 26, 31.). Welch eine Innigkeit also bei dem so frommen Erzvater gegen einen Heiden! Welch ein Antrieb zur unbeschränkten Menschenliebe für den Istaeliten gegen Eingottesgläubige! Näher steht uns und ist uns darum noch wichtiger, was wir in der fraglichen Beziehung im Leben Jacob's, des Vaters der Stämme Israels,, finden. Die fremden heidnischen Hirten redet er an: ״Meine Brüder!" (das. 29, 4.). Wie ist uns da ein, auch das äußere Begegnen gegen jeden Menschen durchdringender, liebevoller Sinn zur Nachahmung vorgeführt! Ferner sehen wir.auch ihn einen Freundschaftsbund schließen mit einem Heiden. (Das. 31, 44 ff.) Und welch ein Geist der Menschenliebe durchwehet das Leben Jose pH's! Er erwarb sich und rechtfertigte das unbeschränkteste Vertrauen seines heidnischen Dienstherrn Potiphar (das. 39.) auf eine Weise, wie sie nur von demjenigen erwartet werden mag, , dessen Glaube kein Element der Falschheit, List, Untreue und Lieblosigkeit gegen fremde Religionsgenossen enthält. Er entfloh seinem Herrn

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