Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Lehret das Judenthum wirklich allgemeine Menschenliebe?
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 5)
- Language
- German
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359 nicht als Sklave, er betrog ihn nicht als Verwalter seines Hauses. Eben so zeigt sich seine musterhafte Hingebung (m .den fremden heidnischen Pharo (das. 41.), wo auch die versuchungsvolle höchste Gewalt, die in seinen Händen lag, ihn zu keinerlei Eigennützigkeit und Untreue zu verführen vermochte. Er ist vielmehr als erster Minister ein Segen seines Landesherrn und Ägyptens, und Land und Landesherr gehörten nicht zur israelitischen Religion Josephs, vielmehr war seine Familie als eine nomadische den Agyplern ein Abscheu. Wie hat also der Israelit auch hier ein Vorbild der Begeisterung zu ungeheucheltem Patriotismus in jedem Lande, selbst da, wo man, wie die Ägypter ge« gen Israels Familie, eine Antipathie gegen ihn hegte! In dem ganzen ersten Buch Mose's ist also dem Israeliten die edelste und ausgedehnteste Humanität durch das Wort Gottes und das Leben seiner Väter aufs eindringlichste empfohlen. Es ist uns aber dies Resultat um so wichtiger, da dieses Buch die Grundlage der folgenden Geschichte und Gesetzgebung Israels nicht nur enthält, sondem auch dem israelitischen Kinde als die erste Lesung und Übersetzung der Bibel vorgelegt, und so der Geist desselben frühzeitig und aus Lebenlang dem kindlichen Gemüthe eingeprägt wird. Wird aber dieser Geist nicht durch die mosaische Gesetzgebung wieder verwischt? (Fortsetzung folgt.) vr. Herxh cimer.