Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 9)
- Language
- German
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345 sicht, ihnen damit zu nützen, es geschrieben und der Presse übergeben hat? Was kann ihm angenehmer und erfreustcher sein, als wenn seine Bestrebungen Anerkennung sinden? Und die Bemittelten und Reichen können diese Anerkennung und ihre Lheilnahme auf keine den Verfasser ehrendere Weise beweisen, als wenn sie sein Buch kaufen, in großer Anzahl kaufen, um solches an ihre ärmern Glaubensgenossen zu verschenken, und in Schulen und Familien zu vertheilen. So wird nützliches Wissen, Licht und Wahrheit verbreitet, so wird es den Verfassern möglich gemacht, ihre Intelligenz auch ferner der Bildungssache ihrer Glaubensgenossen zu weihen, Zeit und Kraft einem Volke und״ seiner Sache zu widmen, wo. die Widmung Anerkennung und seine Unternehmung Unterstützung findet. — Das alte Israel bestand, wie das gegenwärtige, aus Gelehrten und Nicht-Gelehrten, aus Reichen und Armen. Was nun die Gelehrten anbelangt, so bestand ihre Gelehrsamkeit gewöhnlich in der Kenntniß des Talmuds und seiner Erklärer. Die Nichtgelehrten waren auch mit dem Talmud und seinen Auslegern nicht bekannt. — Die neue Zeit fordert vom Gelehrten noch ein anderes Wissen, ein erweiterteres, als die bloße Talmud-Kenntm'ß ist, und fordert es mit Recht! Wir wissen auch, daß man im Talmud unbekannt, und doch ein Gelehrter sein könne.— Die׳ Reichen waren zu allen Zeiten diejenigen, welche über Geld und Mittel zu gebieten hatten, so wie die Armen noch jetzt diejenigen sind, denen Geld und Mittel fehlen. Aber die Reichen im alten Israel verwendeten Geld und Mittel zur Unterstützung solcher Armen, welche sich dem Stande widmeten, den man damals in Israel den gelehr- . ten nannte. Die fromme Dankbarkeit der Gelehrten erflehte für die Freigebigkeit der Reichen des Himmels besten Segen, und fand diesen ihren Wohlthätern zugcfichert in . den Segensworten ihres größten Lehrers: ״Sebulan, freue dich deines Auszugs und Isachar freue dich deiner Hütten"