Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 8)
- Language
- German
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344 geleitet, erbauten sie Synagogen, errichteten sie Schulen, stifteten sie Wohlthätigkeits-Anstalten, und begabten sie mit Einrichtungen, mit den besten, ihrer Zeit und ihren .Begriffen angemessen.— Anstrengung, Mühe, Opfer wurden nicht gescheut für das, was sie schlicht und einfach, wie sie selbst waren, eine Mitzwa nannten, und es ist oft dasselbe, was wir, in unsrer modernern Denk- und Redeweise eine Pflicht nennen. Es wird aber bei uns bei gar vielen Dingen, wo die Sache dieselbe geblieben,, und nur der Name ein anderer, meinetwegen ein wohlklingenderer, ein zeitgemäßer, geworden ist, der warme Eifer bei der Ausübung vermißt, mit welchem unsere Vorfahren sie ausgeübt hatten. Dns Gemeinnützige und Gute befördern, ist z. B. noch heute wie früher eine der heiligsten Pflichten. Die Alten haben einen Theil dieser Pflicht unter dem Ausdruck!נלדזזמן לונלדי תורד verstanden, und als Mitzwa ehrlich und gewissenhaft, ein jeder nach Kraft und Vermögen geübt. Ich erinnere nicht an die kleinern oder größern Gaben, welche die fromme Mildthätigkeit denen spendete, welche sich mit dem Talmud-Studium befaßten; die Stipendien, deren sich mittellose Israelitische Studirende von dem Wohlwollen edler Israeliten heut zu Tage zu erfreuen haben, werden auf eins ehrsamere Weise verabreicht und einpfangen. — Ich ziele auf eine andere Art von Unterstüzzung, welche im alten Israel Denen zu Theil ward, die sich dem Studium des religiösen Wissens widmeten, und die das gegenwärtige Israel nicht, wenigstens nicht mehr in dem Maaße, und nicht wie es sollte, und vermöge der geläuterten An- und Einsichten, die ihm jetzt von und über׳Religion eigen sind, müßten Denen angcdeihen läßt, die sich gegenwärtig dasselbe Wissen, nur auf eine gründlichere Weise, zur Lebensaufgabe gemacht haben. Welche Unterstützung kann für einen Verfasser von Religionsschriften ehrsamer und wohlthätiger sein, als wenn sein Buch großen AbsatzMndet bei denjenigen, für die er in der Ab-