Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 343

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
Date
1834-01-01
Page
Seite 343 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2304627-2304643-2304644-10852140-2312021--08836-2312566
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 343 — (Track. Sabbath) auf diejenigen bezogen, denen die Fähigkeit, Mathematik und Astronomie betreiben zu können, verliehen wurde und sich nicht damit beschäftigen. Zwar wird von keinem unbefangen Prüfenden, der den gegenwärtigen Zustand der Israeliten mit jenem der Vergangenheit vergleichet, verkannt werden können, daß wir, ungeachtet des Drucks, der in frühem Zeiten auf unfern Glaubensgenossen gelastet, und selbst noch in neuerer Zeit zum Theil auf ihnen lastet, in geistiger und sittlicher Ausbildung vorgeschritten sind. Allenthalben ist bei den Israeliten, auf dem Lande wie in den Städten, ein reger Eifer für Kenntnisse und Wissenschaften wahrzunehmen; wir haben in manchem schönen Wissen schöne Fortschritte gemacht. Es kann aber, wenn auch auf der einen Seite eingestanden werden muß, daß wir in Sitten feiner und im Denken freisinniger — vielleicht auch gründlicher — geworden sind, auf der andern Seite nicht geläugnet werden, daß es in gar vielen Dingen, in Eigenschaften und Tugenden, in dem srühern Israel besser gestanden, als bei uns. So viel auch in dem Israel unsrer Zeit über Bildüng gesprochen, über Aufklärung geredet, von der allgemeinen Nächstenliebe gepredigt und von der treuen Übung der Pflichten gelehrt wird, kommen wir doch in der gemeinnützigen Gesinnung, in den eigentlichen Werken des Gemeingeistes, und besonders in der allgemein thätigen Theilnahme an der gemeinschaftlichen Wohlfahrt der Glaubensbekenner, unfern ehrwürdigen Vorfahren bei weitem nicht gleich. — Was war unfern Vätern zu viel, zu schwer, zu mühsam, um zu bewerkstelligen, was sie für recht, für gut, für gemeinnützig erkannt hatten? Einer durfte nur sagen, das oder dieses müsse geschehen — die Israelitische Wohlfahrt erheische es — und Alle waren dafür gestimmt und bemüht, daß es geschah. Der,Ausdruck ״ לטובת דכלל zum Besten des Allgemeinen" bcgeisterte Jeden zu jeder Unternehmung. Von diesem Geiste

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.