Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 6)
- Language
- German
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— 342 — Name! die Gabe verliehen, der soll auch deckHuten Gebrauch davon machen. Er betrachte sie, wie eine Offenbarung, die ihm geworden, die er verkünden und verbreiten soll. Wer aber die Fähigkeit der Mittheilung, oder die Fertigkeit zu schreiben erhalten und solche nicht zur Verbreitung der ihm verliehenen Erkenntniß anwendet, der bestiehlt gleichsam seinen Mitmenschen um dieWahrheit, um die bessere Erkenntniß, die er durch ihn hätte erlangen können. Denn der Höchstweise läßt diesen oder jenen Menschen nur darum einen tiefem Blick in die Weisheit thun, damit die Weisheit unter den Menschen allgemeiner werde, also heißt es auch: Der Herr thut tiefe Weisheit seinen Verehrern kund, und sein Bündniß, auf daß sie solche bekannt,machen. (Ps, 25, 14.) Ferner heißt es: Laß deine Quellen Hinausströmen. (Spr. 5, 16.) Und wieder heißt es: über alles Thun wird uns der Herr vor Gericht ziehen, auch über Alles, was wir verhohlen (verschwiegen) haden, so Gutes, so Böses (Koheleth 12,14.) Dadurch daß mir die zur Verbreitung uns zu Theil gewordenen Wahrheiten nicht zur Kenntniß des Allgemeinen gelangen lassen, machen wir uns eines doppelten Vergehens schuldig: wir verhehlen (Nelam) oder hemmen das Gute (Tob) und fördern auf diese Weise das Böse (Ra), weil wir ihm nicht, wie wir vermocht hätten, Einhalt gethan haben." Bon den vielen Stellen im Talmud und in andern rabbinischen Schriften, welche es dem Israeliten zur Wicht Machen, seine Kenntnisse zu vermehren und seinen Geist mit nützlichem Wissen zu bereichern, wollen wir nur folgende anführen: ״Wer seine Kenntnisse nicht vermehrt, vermindert sie; wer gar nichts zu lernen verlangt, verdient nicht zu leben." (Aboth 1,13.) ״Die Lhaten des Herrn betrachten sie nicht und das Werk seiner Hände sehen sie nicht," (Jesaia 5, 12.) Diese Schriftstelle wird im Talmud